Wohnquartier Burgunderhöfe in Monsheim: Erste Rohbauten vor der Fertigstellung


MONSHEIM – Auf dem ehemals gemeindeeigenen Areal zwischen Wormser Straße und Burgunderstraße in Monsheim entsteht derzeit das „Wohnquartier Burgunderhöfe“, ein privates Projekt der WohnWerte GmbH aus Worms. Im ersten Bauabschnitt werden an der Burgunderstraße vier Gebäude mit insgesamt 32 Wohneinheiten errichtet. Derzeit stehen die Gebäude, welche parallel ausschließlich durch regionale Handwerksunternehmen errichtet werden, kurz vor der Rohbaufertigstellung. Wie der Investor jetzt mitteilte, sollen zwei Gebäude bereits ab April 2027 bezugsfertig sein. Die Wohnungen in den anderen zwei Gebäuden können ab Mai 2027 vermietet werden.

Die Gemeinde Monsheim hatte sich entschieden, die frühere innerörtliche Gewerbefläche für den Bau von bedarfsgerechten Mietwohnungen an die WohnWerte GmbH zu verkaufen. Diese hatte ein Konzept vorgestellt, wonach das Gelände in zwei bis drei Bauabschnitten mit acht Mehrfamilienhäusern und einer großen Tiefgarage bebaut werden soll. Der zeitliche Ablauf wird dabei auch von der Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Mietwohnungen abhängen. Für den Investor erläuterte Architekt Jörg Deibert zuletzt, dass die gesamtwirtschaftlichen und konjunkturellen Rahmenbedingungen in Verbindung mit den hohen Anforderungen an Energieeffizienz, Brandschutz und Barrierefreiheit das Bauen aktuell erheblich verteuern und es daher eine echte Herausforderung sei, am Ende dennoch vertretbare Mieten anzubieten. Man sei diesbezüglich durch diverse Optimierungen aber auf einem guten Weg.

VG-Bürgermeister Ralph Bothe wies darauf hin, dass nach wie vor ein erheblicher Wohnraumbedarf in der Region bestehe, die Nachfrage nach Bauland für die Errichtung von Eigenheimen aber massiv zurückgegangen sei. Umso wichtiger sei es, dass in Monsheim und Umgebung zukünftig mehr Eigentums- und Mietwohnungen geschaffen würden. Zudem könne mit dem Projekt „Burgunderhöfe“ ein städtebaulich problematischer Bereich in Monsheim beseitigt werden und gleichzeitig würde der Flächenverbrauch in Ortsrandlage reduziert.

Die WohnWerte GmbH betont, dass man bei den Gebäuden an der Burgunderstraße den kfw-40-Standard einhalte, wodurch der Primärenergiebedarf bei lediglich 16,3 kWh / m² im Jahr läge. Außerdem seien alle Baustoffe schadstoffüberwacht, sodass man für die Gebäude auch ein QNG-Siegel erhalten werde.

Die Energieeffizienz würde durch eine 20 cm Fassadendämmung, ISO-Fenster mit 3-fach Verglasung, sowie eine über Luft-Wärmepumpe betriebene Fußbodenheizung erreicht. Zudem würden gemeinsam mit EWR ein Mieterstrommodell mittels Photovoltaikanlage und ein Contracting für die Wärmelieferung angeboten.

Neben einem barrierefreien Zugang zu den Häusern steht jeweils ein Personenaufzug zur Verfügung. Alle Wohnungen verfügen über einen Balkon bzw. eine Loggia, Vinylboden in Holzoptik im Wohn- und Küchenbereich, sowie elektrisch betriebene Rolläden. Insgesamt stehen vier variable Pkw-Stellplätze mit E-Ladesäulen, sowie – je Wohneinheit – ein bis zwei fest zugeordnete Stellplätze zur Verfügung.

Bild: Die Gebäude an der Burgunderstraße im aktuellen Bauzustand und eine Visualisierung des möglichen Zustandes nach Fertigstellung Anfang 2027. (Foto / Grafik: WohnWerte GmbH Worms)