MÖRSTADT - Seit wenigen Tagen sind große Straßenbaumaschinen und LKWs in der Mörstädter Gemarkung im Einsatz um zwei wichtige Wege des Wirtschaftswegenetzes zu erneuern, deren Oberfläche bereits stark geschädigt war und zahlreiche Bruchstellen und Schlaglöcher aufwies. Vertreter des Bauernvereins hatten daher den Wunsch an die Ortsgemeinde herangetragen, sich für eine Erneuerung einzusetzen.
Auf einer Länge von 1000 Metern wurde bereits die Oberfläche des 3 Meter breiten in Ost-West-Richtung verlaufenden Wirtschaftsweges, wie auch die circa 500 Meter vorbei an dem Aussiedlerhof Dannenfelser unter Zuhilfenahme einer großen Wegebaumaschine abgefräst. Das abgefräste Material wird in einem weiteren Arbeitsgang zur nochmaligen Verwendung aufbereitet und in den „neuen“ Weg eingebaut. Dieser wird als Bodenverbesserung mit einer Kalk-Zement-Mischung zur Stabilisierung des Weges eingebaut. Auf einer Breite von 3,50 m wird der Weg sodann mit einer neuen Bitumen-Tragdeckschicht versehen, die den heutigen Anforderungen aus der Landwirtschaft entspricht. Zusammen mit den beidseitig neu herzustellenden Banketten steht die Wegebreite mit 4 Metern – und damit 0,50 Meter breiter als bisher - für die Landwirtschaft zur Verfügung. Das Wegenetz wird darüber hinaus auch gerne von Radfahrern und Spaziergängern genutzt.
Dieser für die Mörstadter Grundstückseigentümer im landwirtschaftlichen und weinbaulichen Bereich sehr große finanzielle Kraftakt ist nur mit EU-Hilfe zu stemmen. Mit Datum vom 1. Juli 2026 wurde seitens der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier der Zuwendungsbescheid an die Ortsgemeinde Mörstadt verschickt. Für die Baumaßnahme, die sich auf 425.784,22 EUR beziffern lässt, erhält die Gemeinde eine Gesamtzuwendung in Höhe von 261.939,74 EUR, die in den Jahren 2027 und 2028 jeweils zur Hälfte ausgezahlt wird. Diese Förderung entspricht 65 % des förderfähigen Betrages, der gegenüber der Regelförderung wegen Mitgliedschaft in der LEADER-Region nochmal um 10 % erhöht ist. Die Nebenkosten wie Gutachten für Kampfmittelfreiheit und Bodenuntersuchungen, sowie der Aufwand für den landespflegerischen Ausgleich werden dabei allerdings nicht vollständig gefördert.
Nebenbei wird mit der Gesamtmaßnahme, welche von VG Bautechniker Ayhan Coban geplant wurde und betreut wird, auch die Brücke über den Grailsbach optimiert, was quasi über einen Lastenabtrag über dem Abflussrohr erfolgt.
Für die gesamte Baumaßnahme wird seitens des beauftragten Bauunternehmens Wust-Bau aus dem Hunsrück ein Zeitfenster von circa 4 Wochen veranschlagt, d.h., dass die Arbeiten bis Mitte September 2026 abgeschlossen sein werden. Damit steht das ertüchtigte Wegenetz für den Zuckerrübenverkehr wieder voll umfänglich zur Verfügung. Bautechniker Ayhan Coban und 1.Beigeordneter Michael Röhrenbeck waren mit dem Polier der Baufirma vor Ort, um einen Eindruck zu gewinnen. Ortsbürgermeister Stephan Hammer ist zuversichtlich, dass mit dem Wegebau ein weiterer wichtiger Baustein für Mörstadt erledigt wird.
Bild: VG Monsheim


