Wachenheim, Mölsheim. Wie bereits mehrfach im Amtsblatt ausgeführt, war der Neubau der KiTa Wachenheim bezugsfertig, als ein durch Unachtsamkeit eines Handwerkers verursachter Schaden eine Reihe von Sanierungsmaßnahmen auslöste. Eindringendes Wasser verursacht von einem Unwetter verbunden mit Starkregen legte weitere baulichen Probleme offen. Seither sind Ortsgemeinderat und Fachbereich Bauen und Umwelt der Verbandsgemeinde intensiv mit dem Sachverständigen Maasjost und Architekt Deibert in Gesprächen und Verhandlungen, um eine möglichst baldige Nutzung des KiTa-Neubaus zu erzielen.
Derzeit findet der Rückbau unter Bauleitung des Architekturbüros Deibert und Begleitung des durch die Ortsgemeinde Wachenheim extern beauftragten Sachverständigen Maasjost statt. Die Arbeiten werden durch das Sanierungsunternehmen in Verbindung mit einem Tiefbauunternehmen umgesetzt. Dabei wird u.a. die Pflasterung sowie der dazugehörige Unterbau zurückgebaut, um das Schadensbild in Gänze beurteilen zu können und die Sanierung zielgerichtet vorzubereiten.
Auch wenn die Kinder, Erzieherinnen und Eltern unterdessen weiterhin auf die Übergangslösung angewiesen sind, liegt bei den Rückbau- aber auch folgenden Sanierungsarbeiten weiterhin ein besonderes Augenmerk auf einem unter diesen Umständen möglichst uneingeschränkten KiTa-Betrieb.
Im Rahmen des umfangreichen Prozesses zur Erarbeitung des Sanierungskonzeptes und die damit einhergehenden Problemstellungen wurde dieser Prozess gemeinschaftlich auch dazu genutzt, Optimierungen am Gebäude vorzunehmen. Neben der Absenkung des umliegenden Wegs im südlichen und westlichen Bereich der KiTa und der Erneuerung der Abdichtung, wird das Gebäude auch durch ein umlaufendes Vordach ergänzt. Das Vordach ist baugleich geplant, wie es bereits an der Nordseite des Gebäudes zur Spielfläche hin vorhanden ist. Neben dem zusätzlichen Sichtschutz zur Bahnlinie hin dient dieses auch als Sonnenschutz und Regenschutz für das Gebäude. Ankommender Schlagregen wird so vom Gebäude weggehalten. Die Böschung zur Bahnlinie hin erhält eine zweireihige in Stützwinkel ausgeführte Kaskadenform. Was einen direkten Wasserabfluss zum Gebäude hin verhindert. Eine Bepflanzung der Böschung wie auch des Spielgeländes war und ist auch weiterhin vorgesehen. Die Umsetzung der Bepflanzung erfolgt nach Abschluss der Baumaßnahmen. Der Zugang des Haupteingangs und zur Spielfläche hin, demnach die Ost- und Nordseite des Gebäudes, bleibt auch nach Abschluss der Arbeiten weiterhin barrierefrei.
Da das Sanierungsvorhaben genehmigungspflichtig ist wurde ein Tekturantrag (Änderungs-Bauantrag) bei der Kreisverwaltung Alzey-Worms als zuständige Baugenehmigungsbehörde eingereicht. Das Vorhaben wurde vorab mit den zuständigen Mitarbeitern der Kreisverwaltung soweit als möglich abgestimmt, um den Genehmigungsprozess so zügig und problemlos wie möglich zu gestalten. Parallel zur Genehmigungsphase wird durch die Beteiligten der Kontakt zu den einschlägigen Fachfirmen aufgenommen, um auch hier die erforderlichen Arbeiten vorabzustimmen sodass gleichsam zeitnah nach Abschluss der Genehmigungsphase mit der Umsetzung der Sanierungs- und Umbauarbeiten begonnen werden kann. Dabei muss dem Wachenheimer Gemeinderat und dem Ortsbürgermeister Dieter Heinz ein großes Lob gezollt werden für den professionellen Umgang mit der doch sehr speziellen Situation, die neben den sehr schwierigen Entscheidungen zudem mit großen Kosten verbunden ist.
In der Gesamtschau kann derzeit noch keine Aussage zum Ende der Bauzeit der Sanierungs- und Umbauarbeiten genannt werden. Es wird jedoch mit Hochdruck daran gearbeitet, dass eine Fertigstellung bis Ende dieses Jahres erreicht wird. Währenddessen erschweren die rechtlichen Rahmenbedingungen und Gegebenheiten wie auch die umfangreichen Arbeiten den Prozess. Nicht zuletzt ist die Vielzahl der zu berücksichtigenden Beteiligten ein Auf und ein Ab. Dennoch sind dies Themen die die Verantwortlichen der Verbandsgemeinde überwinden werden, sodass hoffentlich noch in diesem Jahr ein Umzug in den wiederhergestellten KiTa-Neubau erfolgen kann.
Bild Nordseite
Aktuell wurden an der Nordseite Rückbauarbeiten vorgenommen: Rückbau des Sockels, teilweise Entfernung der Dämmung, OSB-Platten, Abdichtungen, Pflaster
(Foto: Michael Röhrenbeck)
Bild Südseite: So wird sich künftig die Südseite der Kita zeigen
(Foto: Ingenieurbüro Deibert)


