Sanierung der KiTa „Wachtelnest“ in Wachenheim liegt im Zeitplan


WACHENHEIM / MÖLSHEIM – Die im März 2025 eingeweihte neue 3-gruppige Kindertagesstätte „Wachtelnest“ in Wachenheim, welche auch von Kindern aus Mölsheim besucht wird, muss nach zwei unabhängig voneinander aufgetretenen Wasserschäden derzeit umfangreich saniert werden. Daher werden die Kinder seit Ende 2025 in mobilen Gruppenräumen betreut.

Zunächst hatte ein Handwerker kurz vor Ende der Bauarbeiten im Dezember 2024 eine Leitung des Fußboden-Heizkreislaufs angebohrt. Nachdem der Schaden erst einige Tage später bemerkt worden war, musste der Bereich für die Betreuung der unter 3-jährigen gesperrt und saniert werden. Im Zuge dieser Arbeiten wurde in Folge eines Starkregenereignisses festgestellt, dass es bei der Planung und Ausführung der in Holz-Ständerbauweise errichteten KiTa offenbar massive Fehler und Fehleinschätzungen gegeben hatte, welche mittelfristig zu so erheblichen Schäden an der Bausubstanz führen würden, dass das Gebäude insgesamt statisch gefährdet wäre.

Nachdem ein durch die Verwaltung eingesetzter Gutachter die Schäden und Verantwortlichkeiten ermittelt hatte, wurde auf dieser Grundlage gemeinsam mit dem Architekten, der Ortsgemeinde und der Verwaltung nicht nur ein umfassendes Sanierungskonzept erstellt, sondern auch zusätzliche Maßnahmen beschlossen, um die neue KiTa vor Starkregen- und Hitzeeinflüssen optimal zu schützen. So wird unter anderem auf der Südseite ein zusätzliches Vordach auf ganzer Länge des Gebäudes entstehen, um die Sonneneinstrahlung zu reduzieren. Ebenfalls auf der Südseite wird eine zweistufige Hangsicherung in Terrassenform errichtet und ein Tiefhof zur optimalen Entwässerung bei Starkregenereignissen geschaffen.

Die Sanierung des Hauptgebäudes und Neuplanung der Außenanlagen läuft derzeit exakt nach Bauzeitenplan und Sanierungskonzept. Alle kritischen Schritte der Bauteilöffnung, Vorbereitungsarbeiten und Begutachtungen sind abgeschlossen. Es wurden dabei keine weiteren Schäden mehr vorgefunden und keine Zusatzmaßnahmen erforderlich. Nach erfolgter Injektion der hölzernen Bauteile als zusätzlichem Schutz, werden in den kommenden sechs Wochen alle Abdichtungsarbeiten erfolgen und die gesamte Konstruktion wieder geschlossen werden.

Parallel dazu beginnen im Inneren des Gebäudes die Sanierungsarbeiten. Hier ist teilweise neuer Estrich einzubauen, Wände und Böden müssen geschlossen und teilweise Leitungen neu verlegt werden. Im Anschluss stehen Bodenbelags-, Fliesen und Malerarbeiten an, um sowohl den vom ersten Wasserschaden betroffenen U-3-Bereich, als auch die restliche Kindertagesstätte wieder nutzbar zu machen, ohne dass der Neubau optisch bereits den Eindruck eines sanierten Bauwerks erweckt.

Im Außenbereich sollen vorrangig auf der Nordseite die neuen Entwässerungsrinnen verlegt und das Pflaster wieder geschlossen werden. Sofern das Wetter in den nächsten Tagen noch ein wenig mithilft, ist das Ziel, zum Jahresende sowohl die komplette Einrichtung wieder für den KiTa-Betrieb freigeben, als auch die Spielfläche im Außenbereich uneingeschränkt nutzen zu können. Im Frühjahr werden dann die zusätzlichen Maßnahmen im Bereich der südlichen und östlichen Außenanlagen erfolgen, welche jedoch den Betrieb der Kita nur geringfügig beeinträchtigen sollten.

VG-Bürgermeister Ralph Bothe und Ortsbürgermeister Dieter Heinz danken insbesondere den Mitarbeiterinnen der Einrichtung und den Eltern für ihr Engagement und ihre Geduld. „Hier wird unter den aktuell schwierigen und herausfordernden Bedingungen ganz hervorragende Arbeit geleistet!“ Der Dank gilt aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung, dem sehr engagierten Gutachter und all jenen am Bau beteiligten Planern und Unternehmen, die konstruktiv zur Sanierung des Gebäudes beitragen.

„Wir werden allerdings auch einige Rechtsstreite führen müssen, damit die Ortsgemeinde Wachenheim nicht auf den Kosten sitzen bleibt, welche von anderen verursacht wurden,“ erklärt Ralph Bothe, denn leider bestünde nicht bei allen im Gutachten genannten Verantwortlichen oder deren Versicherungen die Bereitschaft, freiwillig für die verursachten Schäden aufzukommen. „Die Angelegenheit wird uns wohl noch einige Zeit beschäftigen,“ ist sich Ortsbürgermeister Dieter Heinz sicher, denn schließlich gehe es hier um Beträge im hohen sechsstelligen Bereich.

Bild: Im Zuge der Sanierung sollen auf der Südseite der Kindertagesstätte ein neues Vordach errichtet und eine terrassenförmige Abstufung des Geländes geschaffen werden. Außerdem erhalten die Luft-Wärmepumpe und die Abfallbehälter neben dem Haupteingang eine Verblendung.