Metall-Fassade der Rheinhessenhalle wird montiert


MONSHEIM – In den nächsten Tagen verändert sich – nach langen Monaten des Innenausbaus – auch die Außenansicht der Rheinhessenhalle erheblich. Denn nach dem Abbau des Gerüsts werden die Fassadenelemente aus gekanteten Blechen montiert. Mit den in einem mattgoldenen Farbton beschichteten Metallteilen wird die Halle in diesen Bereichen bereits ihr endgültiges Erscheinungsbild erhalten und zukünftig zu einem prägenden Element im Ortsbild von Monsheim werden. Die Aufkantungen sorgen dafür, dass die Fassade je nach Lichteinfall durch das Spiel von Licht und Schatten jeweils unterschiedlich wirkt und nie eine große einheitliche Fläche vorhanden sein wird. Zunächst sollen die Bleche auf der Südseite und anschließend auf der Ostseite angebracht werden. Die Lieferung der Spezialbleche und des Zubehörs hatte sich wegen Materialengpässen um einige Wochen verzögert.

Unterdessen haben die Handwerker im Inneren des Gebäudes bereits erhebliche Fortschritte erzielt. Die Installationsarbeiten für Heizung, Lüftung, Sanitär und Beschallungstechnik sind schon weit vorangekommen. Im Grunde fehlen hier nur noch die später sichtbaren Elemente, welche jedoch erst nach Abschluss der Fliesen- und Malerarbeiten eingebaut werden können.

Estrichleger und Terrazzobetonbodenbauer haben ihre Arbeiten abgeschlossen. Mit der Bodenbeschichtung in den Umkleideräumen und WC-Anlagen wird in den nächsten Tagen begonnen. Dann kommen auch die Fliesenleger und schließlich werden die Decken geschlossen. Auch die Kücheneinrichtung ist bereits bestellt und wird geliefert, sobald der Boden und die Wände gefliest sein werden.

In der eigentlichen Sport- und Veranstaltungshalle, auf der Tribüne und im Bühnenbereich hat der Sporthallenbauer mit seinen umfangreichen Arbeiten begonnen. Die Unterkonstruktion der umlaufenden Prallwände wurde bereits angebracht und erste Sportgeräte im Deckenbereich installiert. Bevor der empfindliche Sportboden verlegt wird, müssen noch alle Arbeiten im Deckenbereich erledigt werden, für welche schwere Hubsteiger und Hebebühnen benötigt werden. Dazu zählen die Fertigstellung der Lüftungsarbeiten und der Einbau der Deckenbeleuchtung ebenso, wie die Reinigung und der Schlussanstrich des gesamten sichtbaren Hallentragwerks.

Auch erste Elemente der umfangreichen Veranstaltungstechnik wurden bereits geliefert. Die Einrichtungen der Umkleideräume für Sportler, Trainer und Lehrer sind beauftragt. Die Möbel für Halle und Kegelbahn werden in den nächsten Tagen ebenso bestellt, wie die Thekenanlage und die kleine Küche der Kegelbahn.

Derzeit läuft die Ausschreibung für die Außenanlagen, mit deren Gestaltung möglichst zeitig im Frühjahr 2022 begonnen werden soll. „Es wird Zeit, dass es auch im Umfeld der Halle bald sauber und ordentlich aussieht“, betont VG-Bürgermeister Ralph Bothe, den – bei allem Lob für die Arbeit der Handwerker – das Erscheinungsbild der Baustelle bereits seit Wochen massiv stört. „Wir haben die Firmen mehrfach aufgefordert, Ihre Materialreste und Abfälle ordnungsgemäß zu entsorgen und haben sogar Container bereitgestellt,“ so Bothe. „Passiert ist leider nicht viel, sodass unser Bauhof-Team zunächst den Innenraum aufgeräumt hat und in den nächsten Tagen auch im Umfeld der Halle für Ordnung sorgen wird.“ Die Entsorgung der Materialien, die einem Handwerker konkret zuzuordnen sind, werde man dokumentieren und von der Rechnung abziehen.

Wenn es jetzt nicht mehr zu nennenswerten Lieferengpässen oder sonstigen Verzögerungen kommt, kann die Halle mit Außenanlagen bis Mai 2022 fertiggestellt werden. Ob es dann auch kurzfristig eine offizielle Einweihungsfeier gibt und wie diese gestaltet wird, hängt ganz wesentlich vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie ab. Die VG will zu Beginn des neuen Jahres eine Arbeitsgruppe für die Detailplanungen einrichten.

Bild: Mitarbeiter der Firma Kicherer-Metallbau habe die ersten Fassadenelemente der Rheinhessenhalle montiert.