Glasfaser-Anschlüsse für jeden Haushalt in der VG Monsheim voraussichtlich bis 2024


VG MONSHEIM – Die flächendeckende Erschließung mit Glasfaser-Hausanschlüssen ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Gegenwart und soll insbesondere dem ländlichen Raum nachhaltige Entwicklungsperspektiven sichern.

Daher hatte der Verbandsgemeinderat Monsheim bereits im Sommer 2008 einen entsprechenden Grundsatzbeschluss gefasst. Durch Entscheidungen in den Ortsgemeinderäten wurde die Zuständigkeit auf die VG übertragen und im Juli 2010 ein Kooperationsvertrag mit der Firma INEXIO über den sogenannten FTTC-Ausbau unterzeichnet. Bei dieser Technik werden schnelle Glasfaserleitungen überörtlich und bis zu den jeweiligen Verteilerkästen der Telekom in den Gemeinden verlegt. Für die letzten Meter bis zu den Hausanschlüssen werden weiterhin die bestehenden Kupferleitungen genutzt. Somit können Geschwindigkeiten bis 50 Mbit/s, in Einzelfällen auch mehr erreicht werden.

Ab 2011 investierte die VG Monsheim mit Bundes- und Landesförderung mehr als 800.000 Euro in den Aufbau eines Leerrohrnetzes und INEXIO errichtete die erforderliche technische Infrastruktur. So konnte bis Ende 2013 fast allen Bürgerinnen und Bürgern innerhalb der VG – mit Ausnahme von Monsheim – der Zugang zu schnellem Internet ermöglicht werden. Bis heute bestehen bereits über 2.000 Hausanschlüsse auf der Basis dieses Ausbaustandards.

Von Beginn an war klar, dass der FTTC-Ausbau nur ein Zwischenschritt sein kann und letztlich ein flächendeckender Glasfaserausbau unter Verwendung des geschaffenen Leerrohrnetzes bis in jedes Haus erfolgen muss, um die mit dem technischen Fortschritt einhergehenden höheren Anforderungen an die Übertragungsgeschwindigkeiten zu gewährleisten. Daher begannen parallel auch schon die Planungen für den sogenannten FTTH-Ausbau.

Insbesondere im Zuge der Erdverkabelung der Stromversorgung wurden bereits zahlreiche Leerrohre in die Häuser gelegt und im Jahr 2018 erfolgte durch die EWR Netz GmbH in Form eines Pilotprojektes der Glasfaserausbau im westlichen Teil der Gemeinde Monsheim. Der östliche Teil der Gemeinde wurde im Jahr 2021 über ein Förderprogramm des Bundes durch INEXIO mit Glasfaser erschlossen. Die neuen Anschlüsse sollen bis Ende des Jahres aktiv geschaltet werden.

Für alle anderen Ortsgemeinden und den Monsheimer Ortsteil Kriegsheim haben VG, Ortsgemeinden und AöR „Energieprojekte Monsheim“ jetzt einen Kooperationsvertrag mit der Unternehmensgruppe „Deutsche Glasfaser“ (DG), zu der seit 2020 auch INEXIO gehört, geschlossen, um den eingeschlagenen Weg zielgerichtet weiterzuverfolgen und allen Bürgerinnen und Bürgern zukünftig das Surfen im Internet mit Höchstgeschwindigkeit zu ermöglichen.

„Die Weiterführung des Ausbaus bis zu den Haushalten ist die logische Konsequenz aus dem stetig zunehmenden Bedarf an Bandbreite,“ sagte DG-Projektleiterin Beatrice Morell. „Der jetzige Schritt sichert – auf Wunsch – jedem Kunden eine Bandbreite von 1 Gigabit pro Sekunde. Zudem ist die Glasfaserleitung in Zukunft auch ohne weitere Bauarbeiten in der Lage, höhere Bandbreiten zu transportieren.“

Bürgermeister Ralph Bothe begrüßte die Entscheidung von Deutsche Glasfaser, den eigenwirtschaftlichen Ausbau in der VG kurzfristig umsetzen zu wollen und dankte insbesondere AöR-Vorstand Willi Bayer und dem zuständigen Technischen Mitarbeiter Stefan Radmacher für die gute Vorbereitung auf Seiten der Verwaltung.

Deutsche Glasfaser plant, im Laufe des ersten Halbjahres 2022 mit der Information der Bürgerinnen und Bürger zu beginnen und die Vermarktung zu starten. Die Tiefbauarbeiten beginnen dann mit entsprechendem zeitlichen Abstand. Im ersten Schritt werden in den Gemeinden neue Glasfaser-Hauptverteiler errichtet, danach die Leerrohre bis zu jedem Haus verlegt und zum Abschluss die Glasfaserkabel eingebracht. Bis 2024 sollen die Anschlüsse nach heutigem Stand flächendeckend verfügbar sein.

Foto: Gemeinsam mit den Ortsbürgermeistern und den Vertretern der AöR „Energieprojekte Monsheim“ unterzeichneten VG-Bürgermeister Ralph Bothe und Projektleiterin Beatrice Morell (Deutsche Glasfaser) die Kooperationsverträge für den Glasfaserausbau in der VG Monsheim.  (Foto: Stefan Radmacher)