Neuer Kreisel bei Monsheim für den Verkehr freigegeben


MONSHEIM – Nach einer Bauzeit von knapp fünf Monaten kann die Kreuzung der B 47 und der B 271 südlich von Monsheim an diesem Wochenende wieder für den Verkehr freigegeben werden. Dort wurde die alte Ampelanlage durch einen großen Kreisverkehrsplatz mit einem Durchmesser von 40 Metern ersetzt und gleichzeitig Fahrbahnabschnitte der Bundesstraßen in Richtung Süden und Westen erneuert.
Seit dem 22. Februar waren die Bundesstraßen von der Bahnüberführung bis zur Einfahrt des Gewerbegebietes in südlicher Richtung und bis Wachenheim im Westen wegen der Bauarbeiten nicht befahrbar, weil der Umbau aus bautechnischen und aus Gründen der Arbeitssicherheit nur unter Vollsperrung möglich war. Neben den beiden Bundesstraßen wurde auch der bisherige Wirtschaftsweg zu den Aussiedlerhöfen durch die „Brechkauthohl“ an den Kreisverkehr angeschlossen, um eine zweite Zufahrt zum Gewerbegebiet zu schaffen. Weiterhin erfolgte die Fahrbahnerneuerung der Bundesstraße auf einer Länge von 300 Metern in Richtung Bockenheim und von 600 Metern in Richtung Wachenheim. Die Maßnahmen dienen nach Einschätzung des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Worms der Verbesserung der Verkehrssicherheit und der Verkehrsqualität. Das Verkehrsaufkommen in diesem Bereich beträgt nach Angaben des LBM ca. 7.000 Fahrzeuge pro Tag auf der B 47 und 12.400 Fahrzeuge pro Tag auf der B 271.
Die Kosten für die Gesamtmaßnahme im Bereich der Bundesstraßen belaufen sich auf rund 900.000 Euro. Davon werden 750.000 Euro vom Bund übernommen, während ein Anteil von 150.000 Euro auf die Ortsgemeinde Monsheim entfällt. Dieser wird jedoch wiederum von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) der Verbandsgemeinde Monsheim erstattet, weil über den vierten „Ast“ des Kreisverkehrs das Gewerbegebiet angebunden wird.
Die dort entstehende vollwertige zweite Zufahrt zum Gewerbegebiet Monsheim steht ebenfalls kurz vor der Fertigstellung. Da aber der neu geschaffene, recht hohe Böschungsbereich wegen der starken Niederschläge der letzten Zeit nicht maschinell bearbeitet werden konnte, müssen in den nächsten Tagen noch Restarbeiten ausgeführt werden. Dazu zählen die Stabilisierung der höher liegenden Regenrückhaltebecken sowie die Hangsicherung und Ansaat der Begrünung. Je nach Witterungsverlauf soll auch diese Strecke schnellstmöglich für den Verkehr freigegeben werden. Die Kosten für diesen Ausbauabschnitt belaufen sich auf rund 600.000 Euro und werden vollständig von der verbandsgemeindeeigenen WFG übernommen.
Bei der Baustellenabnahme dankten VG-Bürgermeister Ralph Bothe und der 1. VG-Beigeordnete Michael Röhrenbeck den Vertretern des LBM und des beauftragten Bauunternehmens Faber Eiffage für die gute Zusammenarbeit und den reibungslosen Bauablauf. Durch die frühzeitige Klärung aller Fragen und Probleme konnten die ursprünglich kalkulierten Baukosten nach einer ersten Zwischenbilanz weitgehend eingehalten werden. Der Dank gilt aber auch den Verkehrsteilnehmern und den Anwohnern der Umleitungsstrecken sowie den Unternehmen im Gewerbegebiet für ihre Geduld und ihr Verständnis.
Monsheims Ortsbürgermeister Kevin Zakostelny erklärte, dass nun in einem nächsten Schritt von Seiten der Gemeinde sowohl die Planung der Kreisel-Gestaltung, als auch die Sanierung der Bahnunterführung in Angriff genommen werden soll. Hierzu seien bereits Gespräche mit geeigneten Planungsbüros geführt worden. Entsprechende Aufträge solle der Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen erteilen, damit der südliche Ortseingang von Monsheim bald seiner Bedeutung als „Tor nach Rheinhessen“ auch optisch und gestalterisch gerecht werden könne.

Bild: Der neue Kreisel im Kreuzungsbereich der B 47 und der B 271 südlich von Monsheim wird an diesem Wochenende für den Verkehr freigegeben.