Neue Dienstfahrzeuge mit Elektroantrieb für die Verbandsgemeinde Monsheim


VG MONSHEIM – Die Verbandsgemeinde Monsheim hat für den Außendienst zwei Elektrofahrzeuge des Typs VW ID.3 Pro Life beschafft. Das Projekt wird im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität des BMVI mit insgesamt 13.148 Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.

Bereits im Jahr 2018 hatte die VG Monsheim einen entsprechenden Förderantrag gestellt, welcher auch mit Bescheid vom 14.12.2018 bewilligt wurde. Neben den zwei rein elektrisch angetriebenen Dienstfahrzeugen wird auch die erforderliche Ladeinfrastruktur gefördert. Der Zuschuss für die Fahrzeuge deckt dabei 75 % der Mehrkosten gegenüber einem vergleichbaren Modell mit Benzinmotor ab.

Die Fahrzeugbeschaffung gestaltete sich jedoch zunächst schwierig, denn im Jahr 2019 verwiesen alle namhaften Hersteller auf anstehende Modellwechsel und rieten dazu, die Neuvorstellungen der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA abzuwarten. Damit verbunden war die Hoffnung, dass die neuen Modelle über leistungsfähigere Akkumulatoren verfügen würden und sich die Lieferzeiten verkürzen.

Die Corona-Pandemie führte allerdings zur Unterbrechung von Lieferketten im Produktionsprozess und erneuten Lieferengpässen. Der Zuschussgeber stimmte daher eine Verlängerung der Beschaffungsfrist zu und im Herbst 2020 konnte nach positiven Signalen von Seiten der Händler endlich eine Ausschreibung durchgeführt werden. Für die von der Verwaltung festgelegten Anforderungen an die Fahrzeuge wurde bis zum Submissionstermin am 14.12.2020 das günstigste Angebot durch die Firma Auto Kraft GmbH aus Mainz vorgelegt. Die Kosten je Fahrzeug belaufen sich auf 32.186 Euro inklusive Überführung, Winterreifen und Garantieverlängerung. Die Förderung beträgt jeweils 6.573,75 Euro.

Beschafft wurden zwei Volkswagen ID.3 Pro Life mit 107 kW (145 PS), einer Batteriekapazität von 58 kWh und einer elektrischen Reichweitenspanne nach WLTP-Standard von 300 – 420 Kilometern. Die Fahrzeuge verfügen außerdem über eine Klimaautomatik, ein Navigationssystem, eine Telefonschnittstelle und Lenkrad- sowie Sitzheizung. Das Eigengewicht beträgt 1.805 kg.

Die neuen Elektrofahrzeuge ersetzen bei der VG-Verwaltung zwei Fahrzeuge mit Benzinmotor, deren Leasingverträge ausgelaufen sind. Sie werden für Dienstfahrten im Außendienst, insbesondere durch die Bauabteilung, die EDV-Administration, das Ordnungsamt und die Kasse eingesetzt, stehen aber auch für dienstliche Fahrten zur Kreisverwaltung oder zu Seminaren zur Verfügung.

In den nächsten Wochen werden im Hof der VG-Verwaltung zwei sogenannte Wall-Boxen zum Laden der Fahrzeuge installiert, welche ebenfalls über das BMVI mit voraussichtlich je 800 Euro gefördert werden. Auf dem Besucherparkplatz soll darüber hinaus eine öffentliche Ladestation mit zwei Ladeplätzen errichtet werden; eine weitere Ladestation ist auf dem Parkplatz des Ärztehauses im Monsheimer Gewerbegebiet vorgesehen.

„Für die überwiegend kurzen Dienstfahrten sind die rein elektrisch betriebenen Fahrzeuge der neuesten Generation sicherlich eine sehr sinnvolle Alternative, zumal in Monsheim meist reiner Windstrom zum Laden zur Verfügung steht“, erläutert VG-Bürgermeister Ralph Bothe. „Ob es sich dabei bereits um die Antriebsart der Zukunft oder lediglich um eine Brückentechnologie handelt, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.“ Im Rahmen einer Wasserstoff-Initiative des Landes Rheinland-Pfalz hat die VG Monsheim daher vorsorglich auch ein freies Grundstück im Gewerbegebiet Monsheim als möglichen Standort für eine Wasserstoff-Tankstelle angeboten.

Foto: VG-Büroleiter Stephan Beer – verantwortlich für das Förder- und Ausschreibungsverfahren – und Bürgermeister Ralph Bothe nehmen die neuen Elektrofahrzeuge der VG-Verwaltung in Empfang.  (Foto: Eike Milch)