Kreuzungsumbau B 47 / B 271 im Zeit- und Kostenplan


MONSHEIM – Die Arbeiten zum Umbau der bisherigen Ampelkreuzung der Bundesstraßen B 47 und B 271 südlich von Monsheim zu einem Kreisverkehrsplatz mit zusätzlicher Schaffung einer zweiten Zufahrt zum Gewerbegebiet Monsheim haben in den vergangenen Wochen von der trockenen Witterung profitiert und liegen nach aktuellem Stand gut im Zeitplan. Das bestätigen sowohl Viktor Gradwohl vom Landesbetrieb Mobilität Worms (LBM), als auch Christian Leßmeister, Inhaber des von der WFG der VG Monsheim beauftragten Planungsbüros.

Im Kreuzungsbereich sind inzwischen sämtliche Rückbauarbeiten, die Leitungsverlegungen und Bodenverbesserungsmaßnahmen abgeschlossen. Sämtliche Randsteine und Entwässerungsrinnen wurden gesetzt und nach Erledigung kleinerer Restarbeiten steht in diesem Bereich dann der Mischgut- und Asphalteinbau an. Zuvor wird jedoch auch die Fahrbahn in Richtung Süden – zwischen dem neuen Kreisel und der bisherigen Zufahrt zum Gewerbegebiet Monsheim – abgetragen, der Untergrund verbessert und der Einbau einer neuen Trag- und Deckschicht vorbereitet.

Parallel kommt auch der Ausbau der zweiten Zufahrt zum Gewerbegebiet durch die „Brechkauthohl“ gut voran, hier musste zunächst die relativ hohe südlich gelegene Böschung in größerem Umfang abgetragen werden, um die nötige Fahrbahnbreite zu erreichen. Um Ressourcen zu schonen wurde das dortige Material direkt oberhalb im Bereich der Regenwasserrückhaltung wieder eingebaut und der aufwändige Abtransport zur Deponierung vermieden.

Weitere ca. 1.500 m³ Unterboden im Fahrbahnbereich werden durch eine kurzfristige Änderung der Planung nun vor Ort belassen. Nach intensiver Erörterung mit dem Planer hatte sich die WFG zu diesem Schritt entschlossen, um Kosten zu sparen und die Umwelt deutlich weniger zu belasten. „Die Fahrbahn wird dadurch im mittleren Abschnitt etwa 50 cm höher liegen, als der bisherige Wirtschaftsweg“, erläutert Michael Röhrenbeck, der als 1. Beigeordneter die Verbandsgemeinde bei den Baustellenterminen vertritt. „Das bringt nicht nur Kostenvorteile, sondern ermöglicht auch eine bessere Anbindung der in Richtung Osten und Süden einmündenden Wirtschaftswege, welche dadurch weniger Gefälle aufweisen.“ Die Planänderung wurde auch möglich, weil sich die Versorgungsunternehmen EWR Netz GmbH und Wasserwerk Osthofen bereit erklärten, die Gestänge ihrer im Baufeld liegenden Schieber zu verlängern.

Nach Auskunft der Bauleitung gab es in beiden Bereichen bisher keine nennenswerten Nachträge und Zusatzkosten, sodass auch der Kostenrahmen eingehalten werden kann. Der Auftrag zur Neugestaltung der Kreuzung wurde für 903.000 Euro vergeben, wovon ein Anteil von 152.600 Euro auf die Ortsgemeinde Monsheim entfällt und von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Verbandsgemeinde erstattet wird. Die WFG trägt auch die mit rund 600.000 Euro veranschlagten Gesamtkosten für die zweite Zufahrt. Auftragnehmer ist die Firma Faber Eiffage aus Alzey.

Mit einer Verkehrsfreigabe des Kreuzungsbereichs wird nach derzeitigem Stand bis spätestens Mitte Juni 2021 gerechnet. Anschließend soll noch die Fahrbahndecke der B 47 zwischen dem derzeitigen Baufeld und der Bahnunterführung in Richtung Wachenheim in zwei Abschnitten erneuert werden. An der Einmündung zur Wachenheimer Straße wird außerdem ein Leerrohr der AöR „Energieprojekte Monsheim“ verlegt, um zeitnah die Glasfaseranbindung der dortigen Gebäude zu ermöglichen. Über den Ausbau dieses Straßenzuges im Rahmen der aktuellen Bundesförderung steht die AöR aktuell in Abstimmung mit der Firma INEXIO und dem Breitbandkoordinator des Landkreises Alzey-Worms Jan Weindorf.


Bild: Der Kreuzungsausbau südlich von Monsheim kommt gut voran. Die zukünftige Verkehrsführung ist bereits deutlich erkennbar.