Mehr als zwei Drittel nutzen Möglichkeit der Briefwahl


VG MONSHEIM – Die Durchführung der Landtagswahl 2021 stand auch in der Verbandsgemeinde Monsheim im Zeichen der anhaltenden Corona-Pandemie. So waren in den Wahllokalen besondere Vorkehrungen zu treffen, um die geltenden Hygienevorgaben umzusetzen. Neben Mund-Nasen-Bedeckungen, Schutzscheiben und antibakteriellen Kugelschreibern für jede Wählerin und jeden Wähler, waren auch die Laufwege so vorgesehen, dass es möglichst nicht zu Begegnungen kommt. Allen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern hatte die VG einen kostenlosen Corona-Schnelltest angeboten, von welchem rund 99 % der in den Wahlvorständen tätigen Personen Gebrauch machten.

Mehr als zwei Drittel der Wählerinnen und Wähler kamen jedoch gar nicht erst in die Wahllokale, sondern nutzten die Möglichkeit der Briefwahl. Bei einer Wahlbeteiligung von 71,4 % entfielen etwa 50 % auf Briefwähler und nur gut 20 % auf Urnenwähler. Der Briefwahlanteil verdoppelte sich damit gegenüber der Landtagswahl 2016, wo er noch bei 24,67 % gelegen hatte. Die Wahlbeteiligung ging zwar gegenüber 2016 um ca. 5,5 % zurück, lag aber immer noch deutlich über den Werten von 2011 und 2006.

Bei den Erststimmen, also der Direktwahl der Wahlkreisabgeordneten, verbuchte die Monsheimer Landtagsabgeordnete Kathrin Anklam-Trapp in allen 10 Wahlbezirken der VG Monsheim jeweils den höchsten Stimmenanteil und wurde auch im Wahlkreis Rhein-Selz / Wonnegau erneut mit deutlichem Vorsprung zum vierten Mal in den Landtag gewählt. Mit 46,0 % blieb sie in der VG zwar um 3,5 Prozentpunkte hinter ihrem Ergebnis von 2016 zurück, konnte aber insbesondere in ihrer Heimatgemeinde mit Werten 58,9 % (Monsheim 1) und 57,7 % (Monsheim 2) erneut ein beachtliches Ergebnis erzielen.

Auf Platz 2 landete CDU-Kandidatin Lena Knappek mit 24,1 %. Sie erzielte Ihre besten Resultate in Wachenheim und Mörstadt mit jeweils rund 29 %. Die Landtagsabgeordnete von Bündnis 90 / Die Grünen, Pia Schellhammer, konnte ihren Stimmenanteil um 3,3 % auf jetzt 10 % steigern und zieht ebenfalls erneut in den Landtag in Mainz ein. Noch vor Schellhammer landete in der VG Monsheim allerdings AfD-Kandidat Alexander Jungbluth, auf den 10,6 % der Stimmen entfielen. Den meisten Zuspruch erhielt er mit 15,2 % in Mölsheim. Stephanie Steichele-Guntrum (FDP) erhielt in der VG 6,9 % der Stimmen und auf Jochen Piehl (ödp) entfielen 2,5 %.

Bei den Zweitstimmen, welche über die Verteilung der Sitze im neuen Landtag entscheiden, hatte in der VG Monsheim ebenfalls in allen Wahlbezirken die SPD die Nase vorn. Mit 41 % konnte die Partei von Ministerpräsidentin Malu Dreyer ihr Ergebnis gegenüber 2016 um 0,1 % verbessern und lag erneut deutlich über dem Landesschnitt.

Während die SPD insbesondere in den größeren Gemeinden dominierte, erzielten CDU und AfD ihre besten Ergebnisse in Mölsheim mit 23,7 % bzw. 15,0 %. Dennoch waren diese beiden Parteien die Verlierer der Wahl im Land, wie auch auf VG-Ebene. Hier erreichte die CDU mit 21,5 % ganze 4,9 % weniger, als vor fünf Jahren. Die AfD verlor 4,4 % und landete mit 10,7 % auf dem dritten Platz.

Während sich die FDP mit einem Zugewinn von 0,1 % bei insgesamt 5,6 % stabilisierte, konnte Bündnis90 / Die Grünen das Ergebnis der letzten Landtagswahl in der VG Monsheim um 2,5 % auf 7,5 % steigern, blieb aber deutlich hinter dem Rekordergebnis von 2011 zurück, als unmittelbar nach der Katastrophe von Fukushima beachtliche 13,4 % der Wählerinnen und Wähler in der VG der Partei ihre Stimme gegeben hatten.

Ebenso wie Bündnis 90 / Die Grünen lagen auch die Freien Wähler in der VG Monsheim hinter dem Landesergebnis zurück. 5,5 % der Stimmen bedeutete für die Freien Wähler aber immerhin eine Verdoppelung des Ergebnisses von 2016. Die meisten Stimmen erreichte die Wählergruppe in den Gemeinden Mörstadt (9,5 %) und Wachenheim (8,8 %), wo sie auch die Ortsbürgermeister stellt.

VG-Bürgermeister Ralph Bothe dankte am Wahlabend allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihren vorbildlichen Einsatz unter erschwerten Bedingungen, sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung für einen reibungslosen und störungsfreien Wahlverlauf und eine schnelle Ermittlung der Ergebnisse.