Dach des Verwaltungsgebäudes wird saniert


MONSHEIM – Neben der bereits laufenden Sanierung des Daches am Ratssaal der Anhäuser Mühle, haben jetzt auch die Arbeiten zum Ausbau und der Ertüchtigung des Daches im nördlichen Bereich des Verwaltungsgebäudes begonnen. Hier sollen durch den Einbau von zusätzlichen Dachgauben zwei weitere Arbeitsplätze entstehen.

Die ab 1714 errichtete „Untere Schloßmühle“, welche später nach der letzten Müller-Familie als „Anhäuser Mühle“ bezeichnet wurde, befindet sich seit 1985 im Eigentum der Verbandsgemeinde Monsheim und wurde in mehreren Bauabschnitten zu einem modernen Verwaltungssitz in einem historischen und denkmalgeschützten Gebäude umgestaltet. Allerdings war die Wärmedämmung des Dachgeschosses des ehemaligen Wohnhauses, also des nördlichen Gebäudeteils, dabei bisher ausgespart worden.

In enger Abstimmung mit der Denkmalpflege hat der Bautechniker der VG-Verwaltung, Ayhan Coban, ein Konzept entwickelt, um im Dachgeschoss, in welchem die Bauabteilung untergebracht ist, nicht nur zwei weitere Gauben zu gestalten und damit Platz für zwei weitere Mitarbeiter zu schaffen, sondern auch eine fachgerechte Dämmung unter Beibehaltung der historischen Bausubstanz einzubauen. Soweit möglich werden dabei die vorhandenen Ziegel wiederverwendet und nur zu etwa 10 % durch Nachbildungen der ursprünglichen Ziegel ersetzt.

Durch diese Maßnahmen kann der Energieverbrauch des Verwaltungsgebäudes erheblich gesenkt, und damit ein weiterer Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Außerdem verbessert sich die Arbeitssituation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Gebäudeteil erheblich, denn bisher musste in den Wintermonaten häufig mit Elektroöfen zusätzlich geheizt werden, während in den Sommermonaten oft unerträgliche Temperaturen herrschten.

Mit der Ausführung der Arbeiten wurde das Mörstadter Dachdeckergeschäft Dietmar Hartmann als günstigster Bieter im Ausschreibungsverfahren zum Preis von 63.205,50 Euro beauftragt. Im Nachgang sind dann noch in geringem Umfang Maler- und Bodenbelagsarbeiten sowie Elektro- und Heizungsinstallationsarbeiten erforderlich. Nach derzeitiger Planung soll die Bauabteilung, welche zwischenzeitlich überwiegend in Büro-Containern untergebracht ist, bis Ende Mai wieder in die Büroräume einziehen können.

Parallel gehen die Arbeiten am Ratssaal weiter, wo voraussichtlich in der kommenden Woche das neue Gebälk aufgeschlagen und mit der Dacheindeckung begonnen wird. Hier erfolgt im Anschluss noch der Austausch mehrerer Fenster. Zudem sind sowohl im Inneren, als auch an der Fassade Malerarbeiten erforderlich. Im Zuge der Maßnahme werden schrittweise auch die vorhandenen Dachständer der Stromversorgung zurückgebaut und eine erdgebundene Anbindung an das Stromnetz hergestellt.

Um dringend benötigte weitere Büroräume zu schaffen, soll im Anschluss die ehemalige Wohnung im Seitentrakt des Anwesens entsprechend umgebaut werden. Hier befinden sich derzeit die provisorischen Sozial- und Aufenthaltsräume des VG-Bauhofes, welche bis zum Sommer in die neu entstehende Bauhofhalle nördlich des Wertstoffhofes verlegt werden sollen.

 

Bild: Im Dachbereich der „Anhäuser Mühle“ sind bereits die zusätzlichen Gauben erkennbar, die sich optisch hervorragend in das historische Ensemble einfügen werden.