Westlicher Zugang der Grundschule Monsheim wird neu gestaltet


MONSHEIM – Bereits im Jahr 2017 wurden der Verbandsgemeinde Monsheim durch das Land Rheinland-Pfalz Fördergelder aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KI 3.0 Kapitel 2) des Bundes für Sanierungsmaßnahmen an den Grundschulen Monsheim und Offstein zugesagt. Danach hat es jahrelang gedauert, bis die entsprechenden Förderrichtlinien vorlagen, Anträge für konkrete Maßnahmen gestellt werden konnten, diese schließlich geprüft und bewilligt waren und die Ausschreibungen erfolgen konnten. Die aktuelle Corona-Pandemie führte zu weiteren Verzögerungen, doch nun kann es endlich losgehen.

In Monsheim soll insbesondere der westliche Schulzugang neu gestaltet werden. Hier wird das alte Pflaster aufgenommen und die bestehende Treppenanlage abgebrochen. Von der Kaiser-Wilhelm-Straße aus wird man die Schule zukünftig sowohl über eine neue Treppenanlage, als auch über eine barrierefreie Rampe erreichen können. Für die Feuerwehr verbessert sich dadurch zudem die Zufahrts- und Aufstellsituation der Drehleiter zur Evakuierung des Obergeschosses erheblich. Außerdem wird der seitliche Zugang zum Pausenhof ebenfalls barrierefrei neu hergestellt. Mit den Erd- und Pflasterarbeiten wurde nach einer Ausschreibung die Firma Philipp Waldmann aus Alzey als günstigster Bieter zum Preis von rund 115.000 Euro beauftragt.

Im Zuge der Maßnahme wird die Ortsgemeinde ergänzend die Restfläche der Kaiser-Wilhelm-Straße bis zur Einmündung in die Ernst-Ludwig-Straße neu pflastern lassen, sodass sich hier ein einheitliches Bild ergibt. Darüber hinaus werden sowohl das Schulgebäude, als auch die anliegenden Wohnhäuser mit Leerrohren für die Glasfaseranbindung versehen.

Weitere Bestandteile des aktuellen Bauabschnitts werden die Errichtung eines Windfangs und der Austausch der Glasbausteine am westlichen Schulzugang, die Betonsanierung der Pausengänge, der Ersatz bestehender Holzdecken durch moderne Akustikdecken und die Schaffung eines barrierefreien Zugangs zu dem südlichsten Pavillongebäude. Darüber hinaus werden bereits die Vorbereitungen für den Austausch der alten, mit Öl betriebenen Heizungsanlage getroffen. So wird von der Ernst-Ludwig-Straße ein Gas-Hausanschluss verlegt und im Außenbereich werden bereits die Leerrohre für die geplanten Erdwärmeleitungen vorgesehen. Zukünftig soll die Schule mit einer umweltfreundlichen Kombination aus Erdwärme-Pumpe für die Grundlast und Gas-Brennwert-Therme zur Abdeckung der Spitzenlast beheizt werden.

Von den auf insgesamt 191.000 Euro geschätzten Gesamtkosten der aktuellen Maßnahmen (ohne Heizung) entfallen 169.000 Euro auf die Förderung und 22.000 Euro müssen als Eigenmittel durch die Verbandsgemeinde Monsheim getragen werden. Die Arbeiten werden größtenteils in den Herbstferien ausgeführt, um eine Beeinträchtigung des Unterrichts zu vermeiden. Für einzelne Gewerke wird dieses Zeitfenster allerdings nicht ausreichen, weshalb mit den Erdarbeiten bereits jetzt begonnen wurde.

Am Standort Offstein sollen voraussichtlich im Frühjahr 2021 die verbleibenden Fördermittel von rund 100.000 Euro in den Austausch von Fenster und Türen investiert werden. Anschließend wird die Verbandsgemeinde Monsheim am dortigen Schulgebäude eine komplette energetische Sanierung mit Neugestaltung der Fassade und des Daches durchführen. Die entsprechenden Förderanträge werden bis Jahresende bei der ADD eingereicht.

„Unsere Schulen befinden sich zwar durchweg in einem sehr guten baulichen Zustand“, betont VG-Bürgermeister Ralph Bothe mit Hinweis auf die erheblichen Investitionen der vergangenen Jahre, „aber sie werden auch täglich intensiv genutzt und daher müssen wir kontinuierlich Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten ausführen, um das gute Niveau halten zu können.“

 

Foto: Die Arbeiten zur Neugestaltung des westlichen Zugangs der Grundschule Monsheim haben bereits begonnen.