Rohbau der Rheinhessenhalle ist fertiggestellt


MONSHEIM – Knapp ein Jahr nach dem Baubeginn steht der Rohbau der Rheinhessenhalle in Monsheim. Bei einem kleinen Festakt – der ersten offiziellen Veranstaltung in der noch unfertigen Halle – zogen VG-Bürgermeister Ralph Bothe und Architekt Peter Strobel eine Zwischenbilanz und konnten dazu auf der Baustelle an der Gerd-Heinz-Schilling-Straße – neben Vertretern aus der Kommunalpolitik und den Sportvereinen – auch den rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz, den Vizepräsidenten der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd Jürgen Conrad und Landrat Heiko Sippel sowie die Landtagsabgeordnete Kathrin Anklam-Trapp begrüßen.

Eigentlich sollte an diesem Tag das Richtfest gefeiert werden, aber die zwölf Stahlträger der Dachkonstruktion können mit Verzögerung erst am 02. November geliefert werden. Damit haben die indirekten Folgen der Corona-Pandemie auch die Großbaustelle der Verbandsgemeinde Monsheim erreicht, die bisher von Verzögerungen und Lieferengpässen weitgehend verschont geblieben ist.

In den vergangenen Monaten waren dort insbesondere das Bauunternehmen Grötz aus Gaggenau für die Rohbauarbeiten und die Firma Rahn aus Frankenthal für die Erdbauarbeiten tätig. Und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. „Die Architekten sind zufrieden, wir sind zufrieden – herzlichen Dank an Sie und Ihre tollen, engagierten und kompetenten Mitarbeiter,“ brachte Bürgermeister Bothe das Lob des Bauherrn für eine tadellose Arbeit zum Ausdruck. Besonders hob er den Einsatz von Polier Emil Kühn hervor, der in den letzten Monaten „Herr der Baustelle“ gewesen sei und mit seiner ruhigen, sachlichen und souveränen Art alle Probleme gelöst habe. Es sei zwar noch nicht der Zeitpunkt, Geschenke zu verteilen, aber für Emil Kühn müsse man eine Ausnahme machen, so Bothe, der dem „Garanten für den Erfolg dieses Bauvorhabens“ ein Weinpräsent mit auf den Weg gab.

Architekt Peter Strobel erläuterte den Anwesenden die Besonderheiten des Bauvorhabens aus planerischer Sicht und zeigte sich ebenfalls zufrieden mit dem bisherigen Ablauf. Nach der Fertigstellung des Rohbaus stehe nun eine spannende Zeit bevor, denn bis zur Einweihung, die für Ende 2021 angestrebt wird, müssten etwa 25 verschiedene Gewerke auf der Baustelle koordiniert werden. Zunächst stehen noch in diesem Jahr die Dachdecker- und Fensterbauarbeiten an. Rechtzeitig vor Weihnachten soll die Halle geschlossen sein. Dann dominieren die haustechnischen Gewerke das Geschehen auf der Baustelle, bevor schließlich die gestalterischen Arbeiten der Halle ihren besonderen Charakter verleihen und schließlich noch die Außenanlagen gestaltet werden.

Bereits zum zweiten Mal war Innenminister Lewentz auf der Baustelle und zeigte sich beeindruckt von dem, was hier in der Zwischenzeit entstanden ist. Er räumte ein, dem Antrag der VG Monsheim, fast 10 % des jährlichen Landesbudgets für den Investitionsstock in ein einziges Projekt zu investieren, zunächst skeptisch gegenüber gestanden zu haben. Nicht nur die nachdrücklich vorgetragenen Argumente von Ralph Bothe und Kathrin Anklam-Trapp hätten ihn letztlich überzeugt, sondern insbesondere die positiven Stellungnahmen der Fachleute aus seinem Ministerium. Heute könne man bereits erkennen, dass dies eine richtige Entscheidung gewesen sei und hier ein besonderes Gebäude entsteht, das für die Gemeinde Monsheim und die gesamte Region neue Perspektiven eröffnet.

Von einem „Wow-Effekt“ beim Betreten der Halle sprach Landrat Heiko Sippel und gratulierte der Verbandsgemeinde und den Bürgerinnen und Bürgern zu dem Projekt. Nicht zum ersten Mal hätten Bürgermeister Ralph Bothe und der Verbandsgemeinderat Mut bewiesen, in Zukunftsprojekte zu investieren. Schon der Bau eigener Windräder im Jahr 2012 sei ein innovatives und bis heute erfolgreiches Vorhaben gewesen; ebenso die Gründung einer eigenen Wohnungsbaugesellschaft. Ebenso wie Innenminister Lewentz freue er sich bereits jetzt auf die Einweihung, welche dann hoffentlich ohne die heutigen Einschränkungen, wieder ausgelassen und fröhlich gefeiert werden könne, so Sippel.

Diesen Wunsch hegt auch Bürgermeister Bothe: „Wenn die Rheinhessenhalle in gut einem Jahr eingeweiht werden wird, erhoffen wir uns davon eine Initialzündung für den Neustart von Sport und Kultur in unserer Region und einen wichtigen Impuls für unsere Vereine.“

 

Bild: Vorfreude auf Sport und Kultur in der Rheinhessenhalle nach Corona bei Ortsbürgermeister Kevin Zakostelny, Landrat Heiko Sippel, Innenminister Roger Lewentz, der Landtagsabgeordneten Kathrin Anklam-Trapp und VG-Bürgermeister Ralph Bothe.