Verbandsgemeinderat vergibt weitere Aufträge für die Rheinhessenhalle


VG MONSHEIM – In seiner Sitzung am 05. August hat der Verbandsgemeinderat Monsheim weitere Aufträge im Gesamtwert von fast 1 Mio. Euro für den Bau der Rheinhessenhalle vergeben. Für die Gewerke Fenster- und Fassadenarbeiten, Gerüstbauarbeiten und Dachabdichtungsarbeiten lagen die Angebotspreise in der Summe im Rahmen der Kostenschätzung.

Mit den Fenster- und Fassadenbauarbeiten wurde als Ergebnis der europaweiten Ausschreibung das Unternehmen „Alu Technik – Junge Ideen aus Alu und Glas“ aus Aschaffenburg zum Preis von 339.871,62 Euro beauftragt. Den Zuschlag für die Gerüstbauarbeiten erhielt als günstigster von sechs Anbietern die Firma Hanisch Gerüstbau GmbH aus Neunkirchen-Wellesweiler zum Preis von 80.035,95 Euro und mit den Dachabdichtungsarbeiten für den Bereich der Sporthalle wurde zum Preis von 549.773,28 Euro die Dachdeckerei Bornschein GmbH aus Bad Kreuznach beauftragt.

Noch bis Ende August ist die Firma Grötz an der Halle mit den Rohbauarbeiten beschäftigt. Derzeit wird der oberste Abschnitt der Hallenwände und die Attika eingeschalt und gegossen. In der vergangenen Woche wurden bereits die Spannbetondecken im Bereich der Kegelbahn, der Bühne und des Foyers als Fertigteile angeliefert und mit Hilfe eines Autokrans aufgelegt. Nach Abschluss der Schalarbeiten werden noch Innenwände der Umkleidekabinen und der Nebenräume der Kegelbahn aufgemauert. Außerdem wird der Treppenaufgang zur Kindertagesstätte und die Hangsicherung des Kita-Außengeländes hergestellt.

Wegen des erheblichen Höhenunterschiedes musste während der Bauphase eine Teilfläche des Kita-Geländes in Anspruch genommen und einige Spielgeräte abgebaut werden. Sobald die Hangsicherung abgeschlossen ist, werden der endgültige Zaun des Kita-Außengeländes errichtet, die Spielgeräte wieder eingebaut und die Erweiterungsfläche bereitgestellt.

Nach Abschluss der Rohbauarbeiten wird der große Kran aus der Halle herausgehoben und die Lücke in der Bodenplatte geschlossen. Ab Anfang September soll dann die Firma Westerwälder Stahlbau die zwölf großen Träger des Hallendachs einbauen. Da jeder einzelne Träger mehr als 40 Meter lang und fast drei Meter hoch ist, werden diese jeweils mit mehreren Tiefladern angeliefert, vor Ort montiert und dann mit zwei Autokränen auf die vorgesehenen Auflager gehoben. Für alle Beteiligten sicherlich einer der Höhepunkte im Bauablauf.

Für Mitte bis Ende September wird dann ein Termin für das Richtfest gesucht, welches wegen der Corona-Maßnahmen sicherlich in kleinerem Rahmen stattfinden muss. Allerdings bietet die Halle bereits jetzt genügend Platz, um die erforderlichen Abstände einzuhalten.

Da die Baustelle zu diesem Zeitpunkt relativ gut zugänglich und frei von Baumaterialien sein wird, möchte VG-Bürgermeister Ralph Bothe dann eine erste Begehung mit den Mitgliedern des Verbandsgemeinderates vornehmen und auch die Vertreter der Vereine zu einer Begehung einladen, um einen ersten Eindruck von den Dimensionen des Bauwerks, den zukünftigen Möglichkeiten und dem Stand der Arbeiten zu gewinnen. Die Einladung wird nach der Terminabstimmung mit dem Architekturbüro erfolgen.

Bereits im September wird der Verbandsgemeinderat die nächsten Aufträge vergeben. Dazu zählen sämtliche technischen Gewerke wie Elektroinstallation, Heizung, Lüftung und Sanitär. Darüber hinaus sollen auch die Fassadenverkleidung und die Sporthallenausstattung beauftragt werden.

„Wir liegen weiterhin gut im Zeitplan und streben eine Fertigstellung der Rheinhessenhalle vor Ende 2021 an“, erläutert Bürgermeister Bothe. „Allerdings hatten wir bisher auch sehr viel Glück mit der Zuverlässigkeit der beauftragten Unternehmen, den Zulieferern und dem Witterungsverlauf. Hoffen wir für unsere Sportler und Kulturschaffenden, dass es so weitergeht, und bis zur Eröffnung der Halle die Corona-Pandemie überstanden sein wird!“

 

Bild: Mit Hilfe eines großen Autokrans wurden die Fertigelemente der Spannbetondecken für Kegelbahn, Bühne und Foyer eingebaut.