Alte Bauhofhalle der VG in Eigenleistung abgebaut


VG MONSHEIM – Der Bauhof der Verbandsgemeinde Monsheim ist in den vergangenen Jahren sowohl personell, als auch im Hinblick auf die Ausstattung mit Fahrzeugen, Maschinen und Geräten kontinuierlich aufgestockt worden. Dies war erforderlich, um die stetig steigenden Aufgaben bewältigen zu können. So ist der Bauhof heute nicht nur für Grünpflege und Straßenunterhaltung zuständig, sondern übernimmt auch immer mehr Hausmeisterdienste in den kommunalen Gebäuden wie Schulen, Kindertagesstätten oder Feuerwehrhäusern sowie Auftragsarbeiten der Ortsgemeinden. Darüber hinaus sind die Mitarbeiter auch für die Unterhaltung der Beschilderung von Straßen und Wegen, die Wartung der touristischen Beschilderung, Aufgaben des Natur- und Artenschutzes, der Gewässerunterhaltung, aber auch die Vorbereitung von Sitzungen und Veranstaltungen zuständig.

Um nun auch die räumlichen Gegebenheiten und damit die Arbeitsbedingungen für die aktuell sechs und zukünftig bis zu zehn Mitarbeiter den heutigen Erfordernissen anzupassen, hatte der Verbandsgemeinderat bereits im vergangenen Jahr beschlossen, die bestehende Bauhofhalle durch einen Neubau mit Sozialräumen und Büros zu ersetzen. Dafür stehen im Haushalt rund 600.000 Euro zur Verfügung.

Die alte Blechhalle im Bereich des Wertstoffhofs Monsheim hatte die Verbandsgemeinde übernommen, als das Gelände der Anhäuser Mühle im Jahr 1986 von der Unternehmerfamilie Bechtolsheimer erworben wurde. Die Halle, die in einfacher Skelettbauweise errichtet war und über keinerlei Dämmung und keinen befestigten Boden verfügte, hatte zuvor als Reithalle gedient. Sie wurde in den vergangenen Wochen durch die Mitarbeiter des VG-Bauhofs unter Leitung des Vorarbeiters Alexander Krebühl und seines Stellvertreters Maik Niederauer unter Einsatz von Leihmaschinen abgebaut. Dadurch konnten die zuvor von einem Abbruchunternehmer genannten Rückbaukosten in Höhe von 15.000 Euro weitgehend eingespart werden. Durch die Veräußerung der abgebauten Halle konnte zudem ein Erlös von 8.000 Euro erzielt werden.

Die Planung für den Neubau an gleicher Stelle wurde von VG-Bautechniker Ayhan Coban erstellt und zwischenzeitlich von der Kreisverwaltung Alzey-Worms genehmigt. Die neue Halle aus Stahlbeton-Fertigteilen wird auf den bestehenden Fundamenten der alten Halle errichtet und hat mit einer Länge von 48,20 m, einer Breite von 18,47 m und einer Höhe von 9,00 m ungefähr die Ausmaße des bisherigen Gebäudes. Da der Neubau jedoch mit einem Pultdach anstelle des bisherigen Tonnendaches ausgestattet sein wird, erhöht sich der Rauminhalt des Gebäudes erheblich und es wird zukünftig möglich sein, Materialien platzsparend in Regalen zu lagern.

In das Gebäude integriert wird ein Sozialtrakt, der neben Büros und Aufenthaltsräumen auch WC-Anlagen und Duschen für Damen und Herren, sowie eine Werkstatt umfassen wird. Außerdem werden westlich des Gebäudes eigene Parkplätze für die Bauhofmitarbeiter hergestellt.

„Mit dem Neubau wollen wir die Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter nachhaltig verbessern, aber auch die Voraussetzungen schaffen, die Tätigkeit auf dem VG-Bauhof für Fachkräfte attraktiver zu machen“, betont VG-Bürgermeister Ralph Bothe, „denn um auch zukünftig alle Aufgaben zeitnah bewältigen zu können, werden wir weitere qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigen.“

Bothe dankte auch der Ortsgemeinde Monsheim, welche die alte Lagerhalle auf dem Gelände an der Wormser Straße zur vorübergehenden Unterbringung des Bauhofs während der Bauphase zur Verfügung gestellt hat. Die bisherigen provisorischen Sozial- und Aufenthaltsräume der Bauhof-Mitarbeiter im Nebengebäude der VG-Verwaltung sollen nach dem Umzug in die neue Halle saniert und zu Büroräumen – voraussichtlich zur Unterbringung der Finanzabteilung – umgebaut werden. Mit einer Fertigstellung der neuen Bauhofhalle wird im Frühjahr 2021 gerechnet.

 

Bild: Die markante bisherige Bauhof-Halle hinter dem Wertstoffhof wurde durch die Bauhof-Mitarbeiter in Eigenleistung abgebaut.