Feuerwehr der Verbandsgemeinde erhält Rollcontainer „Hygiene“ und „Atemschutz“


MONSHEIM – Nicht nur angesichts der aktuellen Gefahr einer Infektion mit dem Corona-Virus SARS CoV-2 kommt dem Schutz der Einsatzkräfte bei der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Monsheim besondere Bedeutung zu. Aber gerade jetzt ist bei Einsätzen mit Menschenrettung, Versorgung von Verletzten oder zur Unterstützung des Rettungsdienstes meist unklar, ob eine Infektion vorliegen könnte. Die Einsatzkräfte haben sich daher durch entsprechende Schutzkleidung wie Einweganzüge, Masken und Einweghandschuhe zu schützen. Diese Kleidung sollte möglichst noch an der Einsatzstelle abgelegt werden und eine Dekontamination durchgeführt werden, damit keine Verunreinigung von Fahrzeugen oder Feuerwehrhäusern erfolgt.

Um dies zu gewährleisten und den eingesetzten Feuerwehrkameradinnen und -kameraden die Möglichkeit zu geben, sich unmittelbar nach dem Einsatz mit warmem Wasser zu waschen und zu desinfizieren, wurde durch die Verwaltung jetzt ein Rollcontainer „Hygiene“ beschafft, welcher von der Firma Weinhold Feuerwehrbedarf GmbH in Heppenheim zum Preis von 3.800,00 Euro geliefert wurde. Er wird in Monsheim stationiert und im Bedarfsfall mit einem Mehrzweckfahrzeug an die Einsatzstelle gebracht.

Die Finanzierung des modernen Einsatzmittels erfolgt über eine zweckgebundene Spende, welche auf Vermittlung des Weingutes Keller aus Flörsheim-Dalsheim aus den Erlösen einer weltweiten Benefiz-Weinversteigerung bereitgestellt wurde. Im Rahmen dieser Aktion sammelten namhafte Winzer und Weinhändler aus verschiedenen Ländern Spenden für die am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Gebiete in Italien, Spanien oder New York; es sollten aber auch Teilbeträge in die Heimatregionen der beteiligten Winzer fließen. Für die Verbandsgemeinde Monsheim vermittelten Klaus-Peter und Julia Keller außerdem noch Spenden in Höhe von 10.000 Euro zur Finanzierung einer ganztägigen mehrwöchigen Kinderbetreuung in den Sommerferien 2020. Diese ist erforderlich, weil viele Eltern während der Schulschließung in den vergangenen Monaten bereits ihren Jahresurlaub aufgebraucht oder Überstunden abgebaut haben.

Neben der Hygieneeinheit konnte VG-Bürgermeister Ralph Bothe auch noch einen Rollcontainer „Atemschutz“ an Wehrleiter Eike Milch übergeben. Der Rollcontainer umfasst sechs Lagerkisten für die sichere und geschützte Lagerung von Atemschutzgeräten inklusive Masken sowie sechs Atemluft-Ersatzflaschen. Mit dem Rollcontainer kann das Material als Nachschub sicher an eine größere Einsatzstelle verbracht werden, es können aber auch benutzte Geräte und leere Flaschen mit einem Mehrzweckfahrzeug zur Reinigung und Befüllung in die Atemschutz-Werkstatt im Feuerwehrhaus Monsheim transportiert werden. Der Rollcontainer im Wert von rund 3.200 Euro wurde aus dem jährlichen Feuerwehrbudget der VG finanziert.

Bei der Übergabe der neuen Rollcontainer dankte Ralph Bothe den Einsatzkräften der Feuerwehr, die sich aktuell ebenfalls besonderen Herausforderungen stellen müssen. Über mehrere Wochen haben Feuerwehrkameraden aus Monsheim z.B. die Kommunikation am Corona-Test-Center in Osthofen sichergestellt. Während die Zahl der Einsätze zuletzt deutlich gestiegen ist, müssen Übungen und Fortbildungsmaßnahmen derzeit ausfallen und auch die Pflege der Kameradschaft leidet unter den gegenwärtigen Einschränkungen.

Als Konsequenz aus der Corona-Krise will die Verbandsgemeinde zukünftig den Bestand an persönlicher Schutzausrüstung der Feuerwehr für den Katastrophenfall deutlich aufstocken und auch eine Erstausstattung an Schutzmasken zur Verteilung an die Bürgerinnen und Bürger vorhalten.

 

Bild: Übergabe der neuen Rollcontainer „Hygiene“ und „Atemschutz“ durch VG-Bürgermeister Ralph Bothe an Wehrleiter Eike Milch.