Bau des Ärztehauses und Gesundheitszentrums in Monsheim hat begonnen


MONSHEIM – Endlich ist es soweit: Nach mehrjähriger intensiver Vorarbeit hat im Monsheimer Gewerbegebiet der Bau des Ärztehauses und Gesundheitszentrums für die Verbandsgemeinde Monsheim begonnen. Auf dem rund 3.900 m² großen Grundstück an der Carl-Benz-Straße soll bis Ende 2021 ein dreistöckiges Gebäude mit Staffelgeschoss und Souterrain entstehen. In das Objekt mit einer Nutzfläche von mehr als 2.200 m² werden voraussichtlich vier Arzt- und Facharztpraxen, eine Zahnarztpraxis, eine Apotheke, ein Sanitätshaus und eine große Physiotherapiepraxis einziehen. Bauherr ist die verbandsgemeindeeigene Wohnungsbau- und Immobilienverwaltungs-gesellschaft WIM GmbH.

Das kommunale Unternehmen, welches derzeit auch den Bau eines Mehrfamilien-Wohnhauses am Bahnhof in Flörsheim-Dalsheim plant, investiert inklusive der bereits erbrachten Planungsleistungen und dem Wert des vorhandenen Gewerbegrundstücks ungefähr 7,5 Mio. Euro in das Projekt. „Eine wichtige und unerlässliche Investition in die langfristige Sicherung der wohnortnahen ärztlichen Versorgung in unserer Verbandsgemeinde“, wie VG-Bürgermeister Ralph Bothe, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der WIM GmbH ist, betont. Und er kann sich dabei der Unterstützung aller im VG-Rat vertretenen Parteien und Wählergruppen sicher sein. So wurden alle Beschlüsse zur Vorbereitung, Umsetzung und Finanzierung des Ärztehauses einstimmig gefasst. Bei der Kreditfinanzierung profitiert die WIM GmbH zusätzlich von der aktuell günstigen Marktsituation, welche aber teilweise durch Kostensteigerungen im Bausektor aufgezehrt wird.

„Da wir bei diesem wichtigen Infrastrukturprojekt nur kostendeckend, aber nicht gewinnorientiert kalkulieren, können wir den potentiellen Mietern hervorragende Konditionen an einem attraktiven Standort anbieten“, erläutert Eva Degünther, die gemeinsam mit Nicole Müller bei der VG-Verwaltung die Geschäfte der WIM GmbH führt. Beide stehen derzeit mit den Interessenten für Apotheke, Sanitätshaus und Physiotherapie in enger Abstimmung, um die Detailplanung der Praxis- und Geschäftsräume im Untergeschoss und im Erdgeschoss abzuschließen. Erste Mietverträge sollen bis Mitte des Jahres geschlossen werden.

Gemeinsam mit Bürgermeister Bothe stehen die Geschäftsführerinnen der WIM GmbH auch in engem Kontakt mit der Kassenärztlichen Vereinigung, welche das Projekt ebenfalls unterstützt und bei der Vermittlung von Haus- und Fachärzten behilflich sein will. Nachdem nun der Baubeginn erfolgt und ein Fertigstellungstermin vertraglich vereinbart worden ist, sollen in den nächsten Wochen konkrete Gespräche mit den bereits bekannten Interessenten geführt und die Werbung innerhalb der Ärzteschaft verstärkt werden.

Auf der Baustelle selbst wurde inzwischen die Baugrube ausgehoben, die Zufahrt mit einer Schotterschicht versehen und die Kanalanschlüsse hergestellt. In den kommenden Tagen soll die Sauberkeitsschicht eingebracht und dann mit der Herstellung der Bodenplatte begonnen werden. Der Auftrag zur kompletten Errichtung des Gebäudes wurde an das Wiesbadener Unternehmen Cetinel GmbH als Generalunternehmer vergeben.

Mit dem Bau des Ärztehauses und Gesundheitszentrums betritt die Verbandsgemeinde Monsheim, wie auch die zuständigen Aufsichts- und Genehmigungsbehörden – Neuland, was sicherlich auch zu der einen oder anderen Verzögerung vor dem Baubeginn geführt hat. „Angesichts der Ausgangslage hatten wir jedoch keine andere Wahl, als die Dinge selbst in die Hand zu nehmen“, ist Ralph Bothe überzeugt. „Am Ende werden wir unser Ziel erreichen, die ärztliche Versorgung langfristig zu sichern, und das auf der Basis einer soliden Kalkulation mit überschaubarem Risiko.“ Bis zur Eröffnung des Ärztehauses kommt allerdings auf die Verwaltung und insbesondere auf die WIM-Geschäftsführerinnen Nicole Müller und Eva Degünther noch eine Menge Arbeit zu. Und die muss auch in Zeiten der Corona-Einschränkungen bewältigt werden, um das Projekt termingerecht zum Abschluss zu bringen.

 

Bild: Die Baugrube für das Ärztehaus und Gesundheitszentrum in Monsheim ist bereits ausgehoben; jetzt steht die Herstellung der Bodenplatte an.

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