Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik wird abgeschlossen


VG MONSHEIM – In mehreren Bauabschnitten hat die AöR „Energieprojekte Monsheim“ seit Ende 2016 die Straßenbeleuchtungsanlagen in der Verbandsgemeinde Monsheim auf moderne und energieeffiziente LED-Leuchtmittel umgerüstet. Im Januar und Februar 2020 soll das Projekt nun zum Abschluss gebracht werden. Dazu ist es erforderlich, die Leuchtenköpfe der verbliebenen 676 Bogen- und Kofferleuchten auszutauschen, welche derzeit noch mit Natriumdampf-Leuchtmitteln oder Neonröhren bestückt sind. In den vorherigen Ausbauschritten waren bereits alle Quecksilberdampfleuchten ersetzt worden.

Für die geplante Maßnahme wurde im Oktober 2018 ein Förderantrag beim Bund über den zuständigen Projektträger Jülich (PtJ) gestellt. Nach Eingang des Förderbescheides im März 2019 erfolgte die Ausschreibung der Leuchten und der erforderlichen Installationsarbeiten. Bei drei eingegangenen Angeboten erhielt die EWR Netz GmbH aus Worms den Zuschlag als günstigster Bieter zum Preis von 233.500 Euro. Hinzu kommen noch die Kosten für Planungsleistungen und das Ausschreibungsverfahren mit zusammen rund 15.000 Euro. Die Bundesförderung beläuft sich auf knapp 50.000 Euro und der Differenzbetrag wird vollständig aus Erlösen des Windparks Wachenheim finanziert, sodass weder die Ortsgemeinden noch die Bürgerinnen und Bürger zu Beiträgen herangezogen werden müssen.

Nach dem aktuellen Bauzeitenplan soll der Austausch von 252 Leuchten in Flörsheim-Dalsheim und 93 Leuchten in Monsheim im Januar beginnen. Anschließend werden dann bis Ende Februar die verbliebenen orange-leuchtenden Natriumdampflampen in Hohen-Sülzen (27 Stück), Monsheim-Kriegsheim (16), Mölsheim (62), Mörstadt (100), Offstein (90) und Wachenheim (36) ausgetauscht. Dieser Zeitplan kann sich nach Angaben der EWR Netz GmbH etwas verschieben, wenn es zu witterungsbedingten Unterbrechungen kommen sollte. Bei den Arbeiten werden Hubsteiger eingesetzt und es wird nicht mit nennenswerten Verkehrsbehinderungen gerechnet. Tiefbauarbeiten oder Sperrungen sind nicht erforderlich.

Mit einer durchschnittlichen Brenndauer von rund 4.100 Stunden pro Jahr gehört die Straßenbeleuchtung zu den größten Energieverbrauchern im kommunalen Bereich. Mit der Umstellung wird daher nicht nur ein Beitrag zur Kostenreduzierung geleistet, sondern insbesondere auch für den Umwelt- und Klimaschutz.

Nach den bisherigen Erfahrungen mit den bereits umgestellten Leuchten und den Berechnungen des Planungsbüros StepConsult kann durch die vollständige Modernisierung der Straßenbeleuchtung und den Einsatz der modernen LED-Technik eine Einsparung von jährlich rund 320.000 Kilowattstunden (kWh) gegenüber dem Ausgangsverbrauch erreicht werden. Dies entspricht mehr als 60% des bisherigen Gesamtverbrauchs. Daraus resultiert nicht nur eine Ersparnis von rund 100.000 Euro, sondern auch eine Senkung des CO2-Ausstoßes um knapp 200 Tonnen pro Jahr.

„Die Umstellung auf eine energieeffiziente Straßenbeleuchtung ist ein wichtiger kommunaler Beitrag zum Klimaschutz, der sich noch dazu auch kostenmäßig bereits nach wenigen Jahren amortisiert“, betont VG-Bürgermeister Ralph Bothe und kündigt für 2020 und die Folgejahre weitere Maßnahmen zur Energieeinsparung an. So sollen unter anderem die veraltete Heizungsanlage in der Grundschule Monsheim ausgetauscht, das Dachgeschoss des Verwaltungsgebäudes „Anhäuser Mühle“ gedämmt und die energetische Sanierung der Grundschule Offstein vorbereitet werden. Außerdem wird die Verwaltung mit Förderung des Bundes zwei weitere Elektrofahrzeuge beschaffen und auch auf dem Parkplatz der Anhäuser Mühle eine Ladestation errichten.

 

Bild: In den kommenden Wochen werden in der Verbandsgemeinde Monsheim alle Natriumdampfleuchten mit ihrem markanten orangefarbenen Licht – wie hier am Zugang der Realschule plus in Flörsheim-Dalsheim – durch moderne und energieeffiziente LED-Leuchten ersetzt.

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