An der Rheinhessenhalle entsteht die Bodenplatte


MONSHEIM – Die Bauarbeiten an der Rheinhessenhalle in Monsheim laufen nach den witterungsbedingten Verzögerungen der letzten Monate inzwischen weitgehend planmäßig. Allerdings zeichnen sich bereits die nächsten Schwierigkeiten ab. So informierte das mit den Rohbauarbeiten beauftragte Unternehmen Grötz die Verwaltung darüber, dass es aufgrund der Corona-Krise zu Personalengpässen kommen könne, weil ausländische Arbeitnehmer die Baustelle verließen, um rechtzeitig vor möglichen Grenzschließungen in ihre Heimatländer auszureisen. Außerdem käme es u.a. bei Stahl bereits zu Lieferengpässen, da einzelne Stahlwerke die Produktion eingestellt hätten.

Dennoch zeigt sich auf der Baustelle inzwischen ein erheblicher Fortschritt. Derzeit wird die Bodenplatte in mehreren Arbeitsschritten von Ost nach West hergestellt. Die Grundleitungen für die Entwässerung wurden bereits vollständig verlegt und auch die recht hohen Schächte für die Regenwasser- und Schmutzwasserkanäle im Südwesten des Baufeldes sind schon errichtet. Während auf der Westseite im Bereich der Umkleidekabinen auf einigen Metern bisher nur die Bodenverbesserung stattgefunden hat, kann man daneben bereits Bereiche erkennen, in denen nacheinander die Sauberkeitsschicht aufgetragen, die Frischbetonverbundfolie verlegt und die Stahlbewehrung ausgelegt wurde. Im östlichen Abschnitt wurde schon ein größerer Abschnitt der eigentlichen Bodenplatte gegossen und am vergangenen Wochenende über mehrere Tage intensiv bewässert, um eine zu schnelle Trocknung und Aushärtung mit der Gefahr der Rissebildung zu verhindern.

Dort werden derzeit auch die ersten Schaltafeln aufgestellt, um in einigen Tagen die aufgehenden Wände in südlicher Richtung zu gießen. Diese haben besondere Anforderungen zu erfüllen, weil sie nach Fertigstellung des Bauwerks einem erheblichen Erddruck ausgesetzt sein werden. Dieser Bereich liegt später im Hang und stützt die auf der nächsten Ebene anzulegenden Parkplätze.

Unterdessen laufen aber auch die Vorbereitungen für die weiteren Gewerke und die Detailplanungen für die Veranstaltungstechnik und die Kegelbahnen weiter. In seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch hat der Verbandsgemeinderat den Auftrag für die Aufzugsanlage an den günstigsten Bieter zum Preis von rund 40.000 Euro (inkl. MWSt.) vergeben. Das Submissionsergebnis für dieses Gewerk lag damit um etwa 10.000 Euro unter der Kostenschätzung.

Besonderes Augenmerk wird momentan auf die Ausgestaltung der Veranstaltungstechnik gelegt. Dabei geht es um die Beleuchtung des Bühnenbereichs, die Beschallungsanlagen und die Scheinwerfer-Traversen im Hallenbereich, aber auch die Platzierung von Leinwänden und Beamern für verschiedene Veranstaltungsformate. Diese Technik ist dabei so anzuordnen, dass sie den Sportbetrieb nicht stört und es auch nicht zu Beschädigungen kommen kann.

Zuletzt haben zudem erneut ein Vertreter des Kegelbahnherstellers Ahlborn und Mitglieder des Vorstands des SKC Monsheim an den Baubesprechungen teilgenommen. Dabei ging es insbesondere um die Schnittstellen von Rohbau und Haustechnik zu den Komponenten der direkt vom Hersteller einzubauenden Kegelsportanlage, aber auch um Fragen der Materialauswahl und Farbgestaltung.

Bürgermeister Ralph Bothe ist mit dem bisherigen Baufortschritt wie auch mit dem Verlauf der Planer-Gespräche sehr zufrieden: „Wir haben bei diesem Projekt zwar mit allen denkbaren und jetzt auch mit unvorhersehbaren Problemen zu kämpfen, aber ich bin nach wie vor überzeugt, dass wir ein hervorragendes Ergebnis erzielen werden. Die Rheinhessenhalle wird für unsere Vereine enorme Perspektiven eröffnen und auch zu einer zentralen Kultur- und Veranstaltungshalle der Region werden. Darauf können wir uns gerade in dieser schwierigen Zeit besonders freuen.“

 

Bild: Auf dem Luftbild der Baustelle sind die einzelnen Phasen zur Herstellung der Bodenplatte der Rheinhessenhalle deutlich zu erkennen. Im Süden werden bereits die ersten Wände geschalt.

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