Ortsgemeinde Monsheim investiert in Unterhaltung von Gemeindestraßen


MONSHEIM – Nach Jahrzehnten intensiver Nutzung weisen auch die Ortsstraßen in der Gemeinde Monsheim und dem Ortsteil Kriegsheim mehr oder weniger große Schäden auf, die nach den Vorstellungen des Gemeinderates analysiert und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten schrittweise behoben werden sollen.

Bereits im Jahr 2017 hatte dazu eine vollständige Befahrung aller Straßen mit optischer Zustandserfassung stattgefunden. Die Straßen waren dabei in verschiedene Schadensklassen eingeteilt worden. Auf Vorschlag von Ortsbürgermeister Kevin Zakostelny hat der Haupt- und Finanzausschuss nun beschlossen, dem Gemeinderat einen Haushaltsentwurf für 2020 vorzulegen, in dem erstmals ein Betrag von 470.000 Euro für Straßensanierungsarbeiten vorgesehen ist. Die Finanzierung dieses ungewöhnlich hohen Ansatzes ist insbesondere durch Einnahmen aus dem Gewerbegebiet „Monsheim-Ost“ gesichert.

Vorgesehen ist, zeitnah ein Ingenieurbüro zu beauftragen, um zunächst die Straßen und Fahrbahnabschnitte mit der höchstens Schadensklasse zu untersuchen und Sanierungsvorschläge zu erarbeiten. „Überall dort, wo eine Sanierung möglich ist, wollen wir schnellstmöglich handeln“, so Zakostelny, „denn durch geeignete Maßnahmen kann ein Vollausbau und damit die Erhebung von Ausbaubeiträgen der Anlieger meist noch für viele Jahre oder sogar Jahrzehnte aufgeschoben werden.“ Grundsätzlich ausschließen könne man jedoch nicht, dass es in einzelnen Fällen in absehbarer Zeit auch zu einem Vollausbau kommen müsse. Darüber würden erst die Ergebnisse der Untersuchungen durch das Ingenieurbüro Klarheit bringen. Sollte dies der Fall sein, würde man jedoch frühzeitig mit den Anliegern in Kontakt treten, um die Situation gemeinsam zu besprechen.

Für die im Jahr 2020 vorgesehenen Sanierungs- und Reparaturmaßnahmen sind allerdings keine Anliegerbeiträge vorgesehen. Diese Kosten trägt allein die Gemeinde. Welche Straßen bereits im kommenden Jahr an der Reihe sind, hängt neben dem Schadensbild auch davon ab, wie hoch die Kosten im Einzelnen ausfallen. Kevin Zakostelny ist zuversichtlich, dass mit dem nun im Entwurf des Haushalts vorgesehenen Betrag schon einiges abgearbeitet werden kann. Dabei wird man sich zunächst auf schadhafte Straßen „In der Au“ und im Baugebiet „An der Heppenheimer Straße“, sowie mehrere Kreuzungsbereiche konzentrieren.

Ergänzend weist VG-Bürgermeister Ralph Bothe darauf hin, dass in einigen Fällen – wie z.B. in der Friedensstraße in Kriegsheim – die Schäden im unmittelbaren Zusammenhang mit den Wasserschiebern des Wasserwerks Osthofen oder den Kanalschächten der Verbandsgemeinde-Werke aufgetreten seien. Hier würden die Ver- und Entsorgungsbetriebe aufgefordert, zeitnah eine Instandsetzung vorzunehmen, um weitere Schädigungen der Straßenoberfläche zu verhindern.

Die massivsten Schäden bestehen aktuell insbesondere in der Bahnhofstraße. Daher hat der Gemeinderat beschlossen, als Sofortmaßnahme das derzeit in der Hauptstraße tätige Tiefbauunternehmen Lang mit der Ausbesserung der schlimmsten Bereiche zu beauftragen. Außerdem wurde das Ingenieurbüro Schmihing aus Grünstadt mit der Ausbauplanung der Bahnhofstraße beauftragt. Sobald die Ergebnisse vorliegen, wird die Gemeinde beim Land einen Antrag auf Förderung aus dem Investitionsstock 2021 stellen, um die Straße dann vollständig zu erneuern. Eine frühere Umsetzung ist nicht möglich, weil die Gemeinde als nahezu alleiniger Kostenträger auf die Fördergelder aus Mainz nicht verzichten darf und je Kalenderjahr nur ein Förderantrag für den Investitionsstock gestellt werden kann. Für 2020 wurde bereits eine Förderung der Erweiterung des Monsheimer Friedhofs beim Land beantragt.

 

Bild: Insbesondere die Bahnhofstraße in Monsheim weist erhebliche Fahrbahnschäden auf und muss dringend saniert werden.

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