Erdverkabelung in Monsheim vor dem Abschluss


MONSHEIM – In der Monsheimer Hauptstraße werden derzeit die letzten Freileitungen der Stromversorgung und der Straßenbeleuchtung in die Erde verlegt. Voraussichtlich bis Ende November soll dann die Erdverkabelung in der Ortsgemeinde Monsheim, welche sich in mehreren Bauabschnitten über einige Jahre seit 2016 hingezogen hat, endgültig abgeschlossen werden.

Nachdem das Teilstück zwischen der Ernst-Ludwig-Straße und der Denkmalstraße bereits vor einigen Wochen beendet werden konnte, laufen aktuell die Arbeiten zwischen der Römerstraße und der B 271, wobei auch die kleinen angrenzenden Gassen mit einbezogen werden. Hier strebt die federführende EWR Netz GmbH eine Fertigstellung bis Ende Oktober an. Danach folgt noch der Abschnitt zwischen der Römerstraße und der Denkmalstraße, welcher dann bis Ende November fertig werden soll.

Durch das beauftragte Tiefbauunternehmen Lang werden die Niederspannungskabel der Stromversorgung inklusive der Hausanschlüsse verlegt. Ebenfalls erneuert und über Erdkabel versorgt wird die Straßenbeleuchtung in der Hauptstraße. An Stelle der bisherigen 14 sehr alten Leuchten wird die AöR „Energieprojekte Monsheim“ hier 28 neue und energieeffiziente LED-Leuchten montieren, welche zu einer Reduzierung des Energieverbrauchs beitragen, gleichzeitig jedoch für deutlich bessere Lichtverhältnisse sorgen werden.

Weiterhin erfolgt – wie in allen Straßen zuvor – die Mitverlegung kleiner Leerrohre für Glasfaserleitungen, sogenannte „Speed Pipes“ bis in die Privathäuser. Über diese Leitungen wird es möglich sein, allen Haushalten in den bereits ausgebauten Abschnitten kurzfristig einen Glasfaser-Hausanschluss für den Internet-Zugang anbieten zu können. Ein solcher Anschluss, der selbstverständlich nur auf Wunsch des Hauseigentümers hergestellt wird, ist zwar mit einmaligen Anschlusskosten verbunden, ermöglicht aber für alle Zeiten einen Internet-Zugang in der jeweils höchstmöglichen Geschwindigkeit – je nach technischem Fortschritt auf der Anbieterseite – und steigert somit den Wert der Immobilie. Konkrete Angebote wurden den Hauseigentümern bereits durch die EWR AG unterbreitet.

Inzwischen konnte über eine vom Landkreis Alzey-Worms organisierte Ausschreibung auch der Glasfaserausbau im östlichen Teil von Monsheim, der nicht von der Erdverkabelung betroffen ist, sichergestellt werden. Für alle Haushalte, die – grob umrissen – östlich der Kriegsheimer Straße liegen, erfolgt nach dem derzeitigen Ausbauplan im Jahr 2020 eine Erschließung mit Glasfaser-Hausanschlüssen über die Firma INEXIO, welche bereits weite Teile des VG-Gebietes mit schnellen Internet-Zugängen versorgt. Da INEXIO als günstigster Bieter die Ausschreibung des Landkreises gewinnen konnte, während die EWR AG in einem Teil von Monsheim bereits auf eigene Rechnung Leitungen verlegt hat, wird es zukünftig hinsichtlich des Glasfaserausbaus zu einer Zweiteilung der Gemeinde kommen, welche aber grundsätzlich nicht zu Nachteilen führt. Hauseigentümer müssen sich nur jeweils an das für Ihr Grundstück zuständige Versorgungsunternehmen wenden.

Die geplanten Kosten für den Glasfaserausbau im östlichen Gemeindeteil belaufen sich auf knapp 600.000 Euro und werden zu 90% aus Fördergeldern des Bundes und des Landes Rheinland-Pfalz getragen. Einen Eigenanteil von 10% übernimmt die AöR „Energieprojekte Monsheim“, sodass Grundstückseigentümer lediglich die üblichen Hausanschlusskosten und die monatlichen Gebühren nach den jeweiligen Tarifen zu tragen haben, welche sich nicht wesentlich von den Telekommunikationsgebühren über die herkömmlichen, aber deutlich langsameren Kupferleitungen unterscheiden. Für Fragen zu der gesamten Thematik stehen den Grundstückseigentümern – neben den genannten Versorgungsunternehmen – auch die Mitarbeiter der AöR „Energieprojekte Monsheim“ bei der VG-Verwaltung zur Verfügung.

Nach Abschluss der Arbeiten wird Monsheim nicht nur über eine vollständig erdgebundene Stromversorgung und Straßenbeleuchtung verfügen, sondern als eine der ersten Gemeinden der Region flächendeckend mit Glasfaser-Hausanschlüssen versorgt sein, also das erklärte Ausbauziel der Bundesregierung schon früh erfüllen.

 Bild: In der Monsheimer Hauptstraße laufen im letzten Bauabschnitt die Arbeiten zur Erdverkabelung der Stromversorgung und der Straßenbeleuchtung. 

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