Arbeiten für die „Rheinhessenhalle“ haben begonnen


MONSHEIM – Mit deutlicher zeitlicher Verzögerung haben in Monsheim die Arbeiten zum Bau der „Rheinhessenhalle“ begonnen. Zunächst wird im nordwestlichen Bereich des Grundstücks eine Rigole hergestellt, welche zukünftig das Niederschlags- und Oberflächenwasser vom Dach der Halle, den Freiflächen und Parkplätzen aufnehmen und speichern soll, bis es der Versickerung zugeführt, oder gedrosselt der Entwässerung zugeleitet werden kann. Der Auftrag wurde durch den Verbandsgemeinderat an den günstigsten Bieter, die Firma Aßmuß aus Worms bzw. Offstein, zum Preis von rund 148.000 Euro vergeben.

Die in den letzten Tagen ausgehobene Grube wird nun zunächst vermessen und sodann mit einem Vlies ausgelegt. Danach werden die Drainage-Leitungen eingeführt. Anschließend erfolgt die Verfüllung mit Kies und Schotter in unterschiedlicher Stärke sowie eine Abdeckung mit einer Trennschicht und Oberboden, sodass am Ende nur eine Mulde im Gelände sichtbar bleibt. Aus Sicht der Planer war es wichtig, die Rigole frühzeitig herzustellen, um bereits während der Bauphase anfallendes Wasser ordnungsgemäß ableiten zu können.

Nach dem symbolischen „Spatenstich“ im Mai 2019 hatten Verwaltung und Planer mit Hochdruck daran gearbeitet, den Baubeginn vorzubereiten. Allerdings dauerte es doch noch mehrere Monate, bis alle Genehmigungen vorlagen und die Ausschreibung der ersten Gewerke erfolgen konnte. Wesentliche Ursachen für die Verzögerungen waren nach Auskunft von VG-Bürgermeister Ralph Bothe eine aktuelle Änderung der Versammlungsstätten-Verordnung und die Abstimmung der brandschutztechnischen Anforderungen, welche sich aus den Nutzungs- und Gestaltungsvorgaben der Verwaltung und der Vereine ergaben, mit den Genehmigungsbehörden. In weit größerem Umfang, als zunächst erwartet, waren Pläne und statische Berechnungen zu ändern und anzupassen.

Schließlich konnte durch das Planungsbüro Bayer & Strobel das Leistungsverzeichnis für die Erd- und Rohbauarbeiten erstellt werden, welche dann europaweit ausgeschrieben werden mussten. Insgesamt 16 Firmen hatten während des Verfahrens die Ausschreibungsunterlagen angefordert. Drei Unternehmen legten dann zum Submissionstermin ein Angebot vor. Aufgrund der Größe des Projekts waren offenbar nicht alle interessierten Firmen in der Lage, die Arbeiten in dem gewünschten Zeitraum auszuführen.

Nach Prüfung der Angebote wurde dem Verbandsgemeinderat empfohlen, das Bauunternehmen Grötz GmbH & Co. KG aus Gaggenau zum Preis von ca. 2,94 Mio. Euro zu beauftragen. Die Auftragssumme überschreitet die Kostenschätzung für dieses Gewerk zwar um etwa 25 %, die hinzugezogenen Fachleute sind jedoch der Auffassung, dass dies der allgemeinen Preisentwicklung am Bau angesichts der guten Auftragslage geschuldet ist und derzeit keine günstigeren Preise im Rohbau-Bereich zu erzielen sind – zumal die Preisspanne zwischen allen Bietern lediglich etwas mehr als 20.000 Euro betrug.

Sollte der Auftrag wie vorgeschlagen vergeben werden und keine Einwände im Vergabeverfahren erhoben werden, ist der Baubeginn der Rohbauarbeiten für den 25.11.2019 terminiert. In diesem Zuge erfolgt dann auch noch einmal eine Kampfmittelsondierung des Baufeldes. Nach dem aktuellen Bauzeitenplan soll der Rohbau der „Rheinhessenhalle“ bis Ende Juni 2020 erstellt sein. Als nächstes Gewerk werden voraussichtlich in der Dezember-Sitzung des Verbandsgemeinderates die Erdungsarbeiten vergeben.

Bürgermeister Bothe dankte allen Beteiligten, die in den letzten Monaten mit großem Engagement an dem Projekt gearbeitet haben und lobte dabei besonders die Leiterin der VG-Bauabteilung, Martina Leidinger, ohne deren hervorragende Koordinierung von Planungsfortschritt und Genehmigungsverfahren der Termin für den Baubeginn nicht hätte gehalten werden können.

 

Bild: Mit der Herstellung der Rigole zur Versickerung des Oberflächenwassers haben nun endgültig die Arbeiten zur Errichtung der „Rheinhessenhalle“ in Monsheim begonnen.

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