Erster Spatenstich für die „Rheinhessenhalle“


VG MONSHEIM – Mit dem symbolischen Spatenstich wurde in Monsheim der offizielle Startschuss für den Bau der „Rheinhessenhalle“ gegeben. Zu diesem besonderen Anlass konnten VG-Bürgermeister Ralph Bothe, Beigeordneter Walter Hahn und Ortsbürgermeister Michael Röhrenbeck auf dem Baugelände an der Gerd-Heinz-Schilling-Straße neben dem rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz, der Landtagsabgeordneten Kathrin Anklam-Trapp und dem Kreisbeigeordneten Klaus Mehring auch Vertreter der Sportvereine, Ortsbürgermeister und Ratsmitglieder, die beteiligten Planer, sowie Anwohner und die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Monsheim mit ihren Lehrerinnen und Schulleiterin Annette Dach begrüßen.

„Der oft belächelte Spatenstich symbolisiert den Übergang von der langwierigen Planungs- und Vorbereitungsphase eines Vorhabens zur eigentlichen Bauausführung und ist damit für alle, die auf die Vollendung eines solchen Projekts warten, ein ganz bedeutendes Ereignis,“ unterstrich Ralph Bothe und erinnerte daran, dass die Verbandsgemeinde bereits im Jahr 2011 beim Landkreis einen Förderantrag für die Sanierung oder den Neubau einer zentralen Sport- und Veranstaltungshalle in Monsheim gestellt habe. Zwei unabhängige Gutachten hatten dann in den Jahren 2013 und 2014 bescheinigt, dass eine Sanierung der alten Halle in hohem Maße unwirtschaftlich sei, und stattdessen einen Neubau auf dem benachbarten Grundstück empfohlen. Daraufhin wurde mit den Vereinen eine Bedarfsanalyse erarbeitet und 2017 ein europaweites Ausschreibungsverfahren zur Auswahl eines Architekten durchgeführt. Beauftragt wurde schließlich das Büro Bayer & Strobel aus Kaiserslautern, dessen Entwürfe die Ratsmitglieder von Beginn an überzeugten. Im Januar dieses Jahres erfolgte dann die Bewilligung der Landeszuwendung und somit konnte auch der Bauantrag gestellt werden.

Bothe dankte den Mitarbeitern der Bauabteilung der VG, allen voran Abteilungsleiterin Martina Leidinger, für die hervorragende Arbeit in den vergangenen Monaten. Sein Dank galt aber auch den Planungsbüros, wozu neben den Architekten noch die Planer für Haustechnik (Thomas Barthold, Flörsheim-Dalsheim), Statik (Harald Jansohn, Worms) und Veranstaltungstechnik (Klaus Wedel, Gau-Odernheim) gehören. Weiterhin lobte er die Zusammenarbeit mit den Sportvereinen und bat die Anwohner um Verständnis für die mit dem Bau verbundenen Belastungen.

Wenn aus dem Investitionsstock des Landes mit einem jährlichen Volumen von etwas mehr als 30 Mio. Euro ein Betrag von 4,3 Mio. Euro in ein einziges Projekt fließe, dann sei das ein sicherer Beleg dafür, dass die Landesregierung dem Vorhaben eine besondere Bedeutung beimesse, betonte Innenminister Roger Lewentz bei seiner Ansprache. Er würdigte die bisherige Entwicklung der Verbandsgemeinde Monsheim und unterstrich die wichtige Rolle des ländlichen Raumes für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Rheinland-Pfalz. Lewentz freute sich über das große Interesse von Vereinen und Schulen an dem „historischen Ereignis“, denn gerade die Kinder seien ja die zukünftigen Nutzer der neuen Halle. Er sei an diesem Tag gerne nach Monsheim gekommen und freue sich bereits auf die Einweihung, sagte der Minister.

Zum Ende seiner 25-jährigen Amtszeit als Ortsbürgermeister war es für Michael Röhrenbeck ein besonders bewegender Moment, den Baubeginn eines so zukunftsträchtigen Vorhabens in Monsheim mitgestalten zu können. Besonders die Turner und die Sportkegler hätten lange auf diesen Tag gewartet, sagte Röhrenbeck.. Er wies darauf hin, dass die Rheinhessenhalle zwar zum kulturelle, sportlichen und gesellschaftlichen Mittelpunkt der gesamten Verbandsgemeinde werden solle, aber die Sitzgemeinde und deren Vereine natürlich am stärksten von dieser Einrichtung profitieren würden. Daher sei es gerechtfertigt, dass sich die Ortsgemeinde Monsheim mit einem Anteil von 1 Mio. Euro an den Baukosten von insgesamt 9,3 Mio. Euro beteilige.

Architekt Peter Strobel bedankte sich für das in sein Büro gesetzte Vertrauen und lobte die bisherige Zusammenarbeit. Es sei eine anspruchsvolle Aufgabe, ein so großes Gebäude in die umgebende Bebauung einzufügen und die Halle so zu gestalten, dass alle Nutzungsanforderungen optimal umgesetzt würden. Strobel begrüßte es ausdrücklich, dass sich die Verantwortlichen in Monsheim entschieden hätten, die neue Halle im „Herzen der Gemeinde“ zu errichten und sie nicht irgendwo am Ortsrand zu platzieren. Dies sei zwar mutig, biete aber auch enorme Chancen für die Gemeinde, die Vereine und das Dorfleben.

Bereits in den nächsten Tagen wird mit ersten Erdarbeiten auf dem Gelände begonnen und eine Kampfmittelsondierung durchgeführt. Derzeit laufen die Ausschreibungen für den Rohbau, mit dem dann spätestens bis Ende August begonnen werden soll.

 

Bild: Durchaus ein „historischer Moment“: Der symbolische Spatenstich für die „Rheinhessenhalle“ in Monsheim in Anwesenheit des rheinland-pfälzischen Innenministers Roger Lewentz (5.v.r.)

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