Stelle für Schulsozialarbeit für Monsheim und Offstein eingerichtet


VG MONSHEIM – An allen weiterführenden Schulen hat der Landkreis Alzey-Worms bereits vor einigen Jahren mit Unterstützung des Landes Stellen für Schulsozialarbeit geschaffen. So steht auch am Standort der Realschule plus in Flörsheim-Dalsheim mit Amal Hadidi seit längerer Zeit eine kompetente Ansprechpartnerin für Schülerinnen und Schüler, Eltern und das Lehrerkollegium zur Verfügung.

Aufgrund der durchweg guten Erfahrungen mit diesen neutralen Beratungs- und Unterstützungsangeboten hatte das Kreisjugendamt angeregt, ergänzend an den Grundschulen Stellen für Schulsozialarbeit zu schaffen. Auch die Schulleitungen der Grundschulen in Monsheim und Offstein hatten sich in der Sitzung des Schulträgerausschusses der VG Monsheim im März 2018 positiv geäußert und auf einen wachsenden Bedarf für Beratung und Unterstützung in unterschiedlichsten Themengebieten und Konfliktfällen hingewiesen, die vom Kollegium neben dessen eigentlichen Aufgaben nicht geleistet werden könne.

Nach der Zustimmung des Verbandsgemeinderates für eine Halbtagsstelle für Schulsozialarbeit, welche zunächst auf zwei Jahre befristet ist, um entsprechende Erfahrungen zu sammeln, hat Petra Hämmerle im Oktober vergangenen Jahres ihre Arbeit an den Grundschulen in Monsheim und Offstein aufgenommen. Die 39-jährige Diplom-Sozialarbeiterin / Sozialpädagogin (FH) war bisher als Erzieherin und in der Jugendarbeit tätig.

Als Schulsozialarbeiterin ist es ihre Aufgabe, Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen in pädagogischen Fragen zu beraten, den Kinder- und Jugendschutz zu unterstützen, sowie soziale Integration durch sozialpädagogische Maßnahmen zu fördern. Ziel ist es dabei, die schulische Gemeinschaft zu stärken, Kinder zur Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Mitverantwortung zu befähigen und sie zu sozialem Engagement anzuregen und hinzuführen.

Bei konkreten Problemen oder in Konfliktfällen bietet die Schulsozialarbeiterin sowohl Einzelfallhilfen, als auch Gruppenarbeit an. Sie ist Ansprechpartnerin in Erziehungsfragen, übernimmt individuelle Beratung und Unterstützung, z.B. bei schulischen Problemen oder Mobbing, bietet Hilfestellung bei Schulängsten oder Schulverweigerung und soll als Konflikt- und Streitschlichterin tätig werden.

In den ersten Monaten hat sich Petra Hämmerle zunächst bei den Schulleitungen und Kollegien in Offstein und Monsheim bekannt gemacht und die schulischen Strukturen kennengelernt. Den Schülern und Eltern hat sie sich inzwischen mit einem Infobrief vorgestellt und konnte schon in einigen Fällen konkret helfen, beraten oder unterstützen. Auch die Vernetzung mit anderen Schulen und Institutionen ist bereits im Aufbau. Für die kommenden Monate plant die Schulsozialarbeiterin mehrere Projekte, u.a. in Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus Monsheim und eigene Angebote im Rahmen des Ferienprogramms der Verbandsgemeinde.

Für VG-Bürgermeister Ralph Bothe ist es wichtig, dass mit der Stelle der Schulsozialarbeiterin ein präventives Angebot zur Beratung und Unterstützung von Kindern, Eltern und Lehrer-Kollegium geschaffen werden konnte, um Konfliktpotentiale und Probleme möglichst frühzeitig zu erkennen und ihnen so gezielt entgegenwirken zu können, bevor größerer Schaden für Einzelne oder die Schulgemeinschaft entsteht. „Dabei ist das Beratungsangebot absolut neutral, denn die Schulsozialarbeiterin ist nicht bei der Schule, sondern bei der Verbandsgemeinde beschäftigt und sie unterliegt der Schweigepflicht“, betont Bothe. Auch Petra Hämmerle weist darauf hin, dass Gespräche auf freiwilliger Basis und vertraulich geführt werden. Sie freut sich auf die Zusammenarbeit und steht montags, dienstags und freitags in ihrem Büro in Monsheim, sowie mittwochs und donnerstags in der Grundschule Offstein für Gespräche zur Verfügung, ist aber auch per E-Mail schulsozialarbeit@vg-monsheim.de zu erreichen.

 

Bild: Schulsozialarbeiterin Petra Hämmerle in ihrem neu eingerichteten Büro in der Grundschule Monsheim.

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