Letzter Bauabschnitt der Erdverkabelung in Monsheim hat begonnen


MONSHEIM – Bis Ende 2019 – und damit ein Jahr später, als ursprünglich geplant – sollen in Monsheim und Kriegsheim alle Freileitungen der Stromversorgung und der Straßenbeleuchtung verschwunden sein. Um dieses Ziel zu erreichen, führt die EWR Netz GmbH in Zusammenarbeit mit der AöR „Energieprojekte Monsheim“ seit 2016 umfangreiche Bauarbeiten durch, wobei alle erforderlichen Kabel in die Erde verleget werden. Zu der Verzögerung war es insbesondere gekommen, weil auf die Sanierungsarbeiten des LBM an der Pfrimmbrücke im Zuge der B 271 Rücksicht genommen werden musste.

Nun haben die Arbeiten im ursprünglich 3. Bauabschnitt begonnen, welcher den Abschluss der Maßnahmen bilden soll. Bereits seit dem 18. Februar arbeitet die Firma WÖBAU in der Bahnhofstraße und wird hier bis kurz vor Ostern die Niederspannungskabel der Stromversorgung inklusive der Hausanschlüsse in die Erde verlegen. Dabei erfolgt – wie in allen Straßen zuvor – die Mitverlegung kleiner Leerrohre für Glasfaserleitungen, sogenannte „Speed Pipes“ bis in die Privathäuser. Über diese Leitungen wird es möglich sein, allen Haushalten in absehbarer Zeit einen Glasfaser-Hausanschluss für den Internet-Zugang anbieten zu können. Ein solcher Anschluss, der selbstverständlich nur auf Wunsch des Hauseigentümers hergestellt wird, ist zwar mit Kosten verbunden, ermöglicht aber für alle Zeiten einen Internet-Zugang in der jeweils höchstmöglichen Geschwindigkeit – je nach technischem Fortschritt auf der Anbieterseite. Bereits in den nächsten Wochen möchte die EWR AG den Hauseigentümern in Monsheim dazu konkrete Angebote unterbreiten.

Ebenfalls erneuert und über Erdkabel versorgt wird die Straßenbeleuchtung in der Bahnhofstraße. An Stelle der bisherigen sechs sehr alten Leuchten wird die AöR „Energieprojekte Monsheim“ hier zehn neue und energieeffiziente LED-Leuchten montieren, welche zu einer Reduzierung des Energieverbrauchs beitragen, gleichzeitig jedoch für deutlich bessere Lichtverhältnisse sorgen werden.

Ab Sommer soll dann schließlich auch die Erdverkabelung im verbliebenen Teilbereich der Monsheimer Hauptstraße zwischen B 271 und Ernst-Ludwig-Straße sowie in den kleinen Seitenstraßen vorgenommen. Hier wird es bis voraussichtlich Ende Oktober 2019 abschnittsweise zu Vollsperrungen kommen, um in dem engen Straßenbereich die notwendigen Tiefbauarbeiten durchführen zu können.

In der Hauptstraße werden insgesamt 14 alte Straßenlampen demontiert. Dabei handelt es sich teilweise noch um Leuchtstoffröhren. Diese werden durch 28 LED-Leuchten ersetzt, wodurch auch in der Hauptstraße eine wesentlich bessere Ausleuchtung erreicht werden kann.

Derzeit laufen für den abschließenden Ausbauabschnitt die Ausschreibungen. Sobald diese abgeschlossen und ausgewertet sind und die EWR Netz GmbH einen Bauzeitenplan vorlegen kann, wird die Gemeinde zu einer Informationsveranstaltung für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger einladen, wie dies auch im Abschnitt Alzeyer Straße und Silberberg der Fall war.

Nach Abschluss der Arbeiten wird Monsheim nicht nur über eine vollständig erdgebundene Stromversorgung und Straßenbeleuchtung verfügen, sondern als eine der ersten Gemeinden der Region fast flächendeckend mit Glasfaser-Hausanschlüssen versorgt werden können. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob seitens der Bürgerinnen und Bürger zum gegenwärtigen Zeitpunkt bereits eine entsprechende Nachfrage für diese Zukunftstechnologie besteht.

 

Bild: In der Bahnhofstraße wurden bereits alle Kabel in die Erde gelegt. Sobald Simon Rösler und Luca Nusselt (v.r.) von der EWR Netz GmbH die Leitungen digital erfasst und eingemessen haben, können die Kabelgräben verschlossen und die Gehwege wieder hergestellt werden.

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.