Zweite Zufahrt zum Gewerbegebiet Monsheim geplant


MONSHEIM – Das Gewerbegebiet „Am Bockenheimer Weg“ am südlichen Ortsrand von Monsheim hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Nahversorgungszentrum für die gesamte Region entwickelt. Die Zahl der Geschäfte und Dienstleister ist weiter gestiegen und die bestehenden Einzelhandelsmärkte haben zum Teil schon mehrfach ihre Verkaufsfläche erweitert – so aktuell auch kik und Rossmann. Dadurch ist die Zahl der Kunden und damit das Verkehrsaufkommen stetig gewachsen und beträgt nach einer aktuellen Zählung des Landesbetriebs Mobilität (LBM) bis zu 7.500 Fahrzeuge täglich.

Dieser Verkehr wird derzeit komplett über die einzige Zufahrt von der B 271 in die Robert-Bosch-Straße geleitet. Insbesondere für Linksabbieger kommt es dabei zu erheblichen Wartezeiten, längeren Rückstaus und auch häufig zu Unfällen. Wenn dann in Folge eines Unfalls die Einmündung komplett gesperrt werden muss, ist das Gebiet völlig abgeschnitten und die Kunden können den Heimweg nur mit erheblicher Verzögerung über abenteuerliche Umwege antreten.

Dieser Situation wollen Orts- und Verbandsgemeinde nun entgegenwirken. Auf Vorschlag von VG-Bürgermeister Ralph Bothe hat die VG-eigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südlicher Wonnegau mbH (WFG) das Planungsbüro Frey aus Kaiserslautern damit beauftragt, die Möglichkeiten zur Schaffung einer zweiten Zufahrt über die „Brechkauthohl“ zu untersuchen. Die Ergebnisse liegen jetzt vor und sollen nach einer ersten Erörterung mit den Beigeordneten in den kommenden Wochen in den Gremien beraten werden.

Ausgangspunkt der Planung ist die Ankündigung des LBM, im Jahr 2020 die derzeit bestehende Ampelkreuzung südlich der Eisenbahnunterführung in einen Kreisverkehr umzubauen. Der dort in östlicher Richtung abzweigende Wirtschaftsweg der Ortsgemeinde Monsheim soll zu einer vollwertigen Straße mit seitlichem Rad- und Gehwegebereich ausgebaut und in einer langgezogenen Kurve an die Robert-Bosch-Straße angebunden werden. Die angrenzenden Wirtschaftswege zu den Aussiedlerhöfen werden über eigene Zufahrten an die Straße angeschlossen.

Da sich die betroffenen Flächen bereits vollständig im Eigentum von Ortsgemeinde und WFG befinden, wäre kein Grunderwerb erforderlich. Allerdings müsste – bei Zustimmung der Gremien – mit der Kreisverwaltung abgestimmt werden, in welchem Umfang ein Genehmigungsverfahren für die Maßnahme durchzuführen ist. Nach Einschätzung der VG-Bauabteilung ist die Maßnahme nur mit geringfügigen Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden, da ein Großteil der Fläche auch jetzt schon versiegelt ist, und es im östlichen Bereich sogar zum Rückbau bestehender Versiegelungen kommt.

VG-Bürgermeister Ralph Bothe und Ortsbürgermeister Michael Röhrenbeck möchten die notwendigen Verfahrensschritte so schnell wie möglich auf den Weg bringen, um möglichst im Jahr 2020 die Baumaßnahme gemeinsam mit dem LBM durchführen zu können und somit Einsparpotentiale zu nutzen. Die Kosten werden bisher grob auf rund 750.000 Euro geschätzt und könnten vollständig aus zweckgebundenen Mitteln der WFG finanziert werden, wodurch die kommunalen Haushalte nicht belastet würden. Darüber hinaus müsste sich die Ortsgemeinde Monsheim entsprechend der gesetzlichen Vorgaben an den Baukosten für den Kreisverkehr beteiligen.

Im Zusammenhang mit der zweiten Zufahrt zum Gewerbegebiet soll auch dessen fußläufige Anbindung an die Ortslage Monsheim forciert werden. Dazu liegen bereits Entwürfe für eine barrierefreie Fußgängerbrücke vom Bahnhof über die Gleisanlagen vor, welche auch eine barrierefreie Anbindung des zweiten Bahnsteigs ermöglichen würde. Während die dazu erforderlichen Abstimmungen mit dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr bereits angelaufen sind, scheitern die Pläne bisher an der fehlenden Möglichkeit, mit einem zu beteiligenden ausländischen Grundstückseigentümer Kontakt aufzunehmen. „Wir werden jetzt noch einmal alle Möglichkeiten ausschöpfen, um über dessen Dependence in Frankfurt ins Gespräch zu kommen“, so Bothe.

 

Bild: So könnte die zweite Zufahrt zum Monsheimer Gewerbegebiet durch die „Brechkauthohl“ aussehen. Auf dem (älteren) Luftbild fehlt das inzwischen errichtete Gebäude der Firma „Global Brand“.

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