Endausbau der Erschließungsanlagen im Gewerbegebiet Flörsheim-Dalsheim


FLÖRSHEIM-DALSHEIM – Mit der Erschließung der Gewerbegebiets-Erweiterung „An der Wormser Straße-Ost“ in Flörsheim-Dalsheim war im Jahr 2002 begonnen worden. Damals wurde zunächst die Straße „Am Trappenberg“ als Baustraße hergestellt und eine provisorische Grundstücksentwässerung errichtet. Weil die Nachfrage – auch aufgrund der topografischen Verhältnisse mit stark ansteigenden Grundstücken – nicht den Erwartungen der Gemeinde entsprach, beschloss der Ortsgemeinderat im Jahr 2016 den bestehenden Bebauungsplan zu ändern und die Gesamtfläche des Gebietes zu verkleinern. Im Gegenzug beteiligte sich die Gemeinde mit einem entsprechenden Flächenanteil an dem interkommunalen Gewerbegebiet „Monsheim-Ost“ und wird nach einem von VG-Bürgermeister Ralph Bothe entwickelten Konzept – wie auch die Gemeinde Offstein – zukünftig anteilig an den dortigen Einnahmen aus der Grund- und Gewerbesteuer beteiligt sein.

Inzwischen sind die verbliebenen Gewerbegrundstücke in Flörsheim-Dalsheim weitgehend verkauft. So hat sich in der nordöstlichen Ecke des Gebietes zuletzt die international tätige Weinhandelsgesellschaft „Velis Vineyards“ angesiedelt, die Weine aus Flörsheim-Dalsheim, von deutschen VDP-Betrieben und aus Südosteuropa an Kunden im Fachhandel, der Gastronomie und Endverbraucher vertreibt. Auf dem westlich angrenzenden Grundstück wird das Unternehmen in Kürze einen Weinkeller errichten und plant zusätzlich den Bau eines Restaurants und eines Verkaufsraums.

Ein weiteres Grundstück an der Straße „Am Trappenberg“ wurde kürzlich von dem Maschinenbauunternehmen Itec GmbH erworben. Hier soll bis spätestens Ende 2019 eine Produktionshalle für Abfüll- und Verschließmaschinen entstehen. Das Unternehmen mit aktuell 10 Mitarbeitern wird im kommenden Jahr seinen Firmensitz nach Flörsheim-Dalsheim verlegen.

Somit sind nach Auskunft von Ortsbürgermeister Volker Henn derzeit noch zwei kleinere Grundstücke frei, für welche es aber ebenfalls konkrete Interessenten aus der Region gibt. Henn rechnet mit dem Verkauf der Flächen bis Anfang 2019. Da sich auf einem der Grundstücke derzeit die „Hundewiese“ befindet, hat die Ortsgemeinde zugesagt, die Nutzer bei der Suche nach einer Ersatzfläche zu unterstützen. Allerdings sei von Beginn an klar gewesen, dass die Nutzung nur so lange möglich sei, wie die Fläche nicht anderweitig benötigt wird, betont der Ortsbürgermeister. Dauerhaft erhalten bleibt hingegen die Boule-Anlage, welche dem Verein durch entsprechende Verträge langfristig zur Verfügung gestellt wurde.

Nachdem somit die weitere Entwicklung der Flächen geklärt ist, kann nunmehr auch der Endausbau der Erschließungsanlagen stattfinden. Dazu wird zunächst das bisherige provisorische Regenrückhaltebecken verfüllt und südlich der Firma „Velis“ am tiefsten Punkt des Geländes ein neues Becken zur Aufnahme des Oberflächenwassers von den Straßen-, Dach- und Grundstücksflächen gebaut. Nach den Berechnungen des Ingenieurbüros Schmihing, Grünstadt, ist ein Rückhaltevolumen von insgesamt rund 1.000 m³ erforderlich. Um dieses Volumen auf der vorhandenen Fläche zu erreichen, werden in dem Becken unter der Oberfläche 3.500 Kunststoff-Rigolen eingebaut, welche das Wasser speichern und dosiert in den Untergrund abgeben.

Diese Maßnahme soll bis Mitte Dezember abgeschlossen sein. Parallel werden ab Mitte November die Kanalhausanschlüsse erneuert und die Oberflächenentwässerung hergestellt. Je nach Witterungsverlauf wird dann im Frühjahr 2019 abschnittsweise der Straßenendausbau mit Herstellung der Gehwege und eines Wendehammers unterhalb des Boule-Platzes erfolgen. Mit den Arbeiten wurde die Fa. Tas & Balci aus Kirchheimbolanden als günstigster Bieter beauftragt. Die Gesamtkosten, welche fast hälftig zwischen der Ortsgemeinde und den Verbandsgemeindewerken geteilt werden, belaufen sich auf rund 800.000 Euro und werden aus den Verkaufserlösen der Gewerbegrundstücke finanziert.

 

Bild: Mit dem Einbau der Rigolen in das zukünftige Regenrückhaltebecken hat der Endausbau der Erschließungsanlagen im Flörsheim-Dalsheimer Gewerbegebiet „An der Wormser Straße-Ost“ begonnen.

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