Sanierung der Pfrimmbrücke an der B 271 in Monsheim liegt im Zeitplan


MONSHEIM / WACHENHEIM – Im vergangenen Jahr hatte der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Worms im Auftrag des Bundes die B 271 in der Ortsdurchfahrt Monsheim vollständig erneuert. Allerdings mussten die Arbeiten an der Pfrimmbrücke wegen der beginnenden Zuckerrüben-Kampagne Ende August unterbrochen werden.

Seit Mitte Juni ist die B 271 in Monsheim nun wieder voll gesperrt, um an dem Brückenbauwerk sämtliche Lager auszutauschen und Teile der Widerlager zu erneuern. Außerdem werden zwei Böschungstreppen auf der westlichen Seite der Brücke neu hergestellt.

Wie Bernd Huber, zuständiger Mitarbeiter des LBM, erläutert, wurden zunächst Baugruben auf beiden Seiten der Brücke hergestellt, um an den Lagern arbeiten zu können. Dazu mussten die aus dem Jahr 1946 stammenden Naturstein-Kammerwände der Widerlager zurückgebaut werden. Diese müssen neuen Stahlbeton-Konstruktionen weichen, da ständiger Wasserandrang von der Rückseite ein Problem darstellte. Außerdem waren auch an der Straßenoberfläche in der Vergangenheit immer wieder Risse im Straßenbelag aufgetreten, durch welche ebenfalls Oberflächenwasser eindringen konnte.

Derzeit werden durch eine Spezialfirma die fünf Lager auf jeder Seite der Brücke ausgetauscht, da die alten Lager komplett verrostet und die angrenzenden Hauptstahlträger des Überbaus ebenfalls bereits angerostet waren. Um diese Arbeiten ausführen zu können, wurde der Überbau der Brücke mittels hydraulischer Pressen um einige Zentimeter nach oben gedrückt. Nach erfolgreichem Austausch der Lager folgen die Arbeiten an der Stahlbeton-Konstruktion des Überbaus. Insbesondere werden die Hauptstahlträger gestrahlt und mit Korrosionsschutz versehen.

Die Arbeiten liegen bisher voll im Zeitplan, sodass die geplante Fertigstellung der Maßnahme bis Ende August nach wie vor als realistisch angesehen wird. So beginnen bereits in der kommenden Woche die Arbeiten zur Verfüllung der Baugruben beidseits der Brücke. Anschließend wird der Straßenbau ergänzt und die Anschlüsse in der Fuge „alt“ zu „neu“ hergestellt. Erschwert werden die Arbeiten auch dadurch, dass beidseits im Gehwegbereich Versorgungsleitungen von Telekom, EWR und Kabelfernsehen vorhanden sind, welche besonders geschützt werden müssen.

Für die gesamte Sanierung der 10,80 m langen und 11 m breiten Brücke rechnet der LBM mit Kosten von rund 285.000 Euro. Während der Vollsperrung wird der Lkw-Verkehr weiträumig umgeleitet. Für den Pkw-Durchgangsverkehr ist eine innerörtliche Umleitung eingerichtet, an welcher regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen stattfinden. VG-Bürgermeister Ralph Bothe und Ortsbürgermeister Michael Röhrenbeck bitten die Verkehrsteilnehmer um Rücksichtnahme und angepasste Geschwindigkeiten. Die betroffenen Anwohner der Umleitungsstrecken werden um Verständnis für die mit dieser dringend notwendigen Baumaßnahme verbundenen zusätzlichen Belastungen gebeten.

 

Direkt im Anschluss an die Bauarbeiten in Monsheim möchten die Fachleute vom LBM mit der Erneuerung der Pfrimmbrücke im Zuge der K 1 nördlich von Wachenheim beginnen. Im Gegensatz zur Monsheimer Brücke kann diese nicht saniert werden, sondern muss komplett abgetragen und neu aufgebaut werden. Hierzu erfolgt im November 2018 eine rund zweiwöchige Sperrung, um Bohrpfähle einbringen zu können, welche mit Schotter verfüllt werden. Anschließend ist die Brücke über Winter mit reduzierter Geschwindigkeit befahrbar, bevor im Februar / März 2019 die Vollsperrung erfolgt, welche bis in den Sommer 2019 hinein bestehen bleiben muss.

 

Bild: Die Pfrimmbrücke an der B 271 in Monsheim wurde hydraulisch angehoben, um die fünf Lager auf jeder Seite austauschen zu können. Bis Ende August soll die Brücke wieder freigegeben werden.

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