Einweihung des Mehrgenerationenhauses mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer


MONSHEIM-KRIEGSHEIM – Nach knapp einjähriger Umbauphase konnte das Mehrgenerationenhaus (MGH) im ehemaligen Kindergarten und der alten Schule im Monsheimer Ortsteil Kriegsheim kurz vor Pfingsten offiziell eingeweiht werden. Und das Interesse der Bevölkerung an der neuen Einrichtung war enorm: „Das die ganze Gemeinde am helllichten Tag auf den Beinen ist, spricht dafür, dass hier an diesem Ort, wo das Mehrgenerationenhaus steht, schon ganz viel Leben ist“, befand die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer unter großem Applaus der Anwesenden.

In ihrer kurzweiligen und humorvollen Festrede betonte Dreyer, dass Mehrgenerationenhäuser vom Gedanken des Zusammenwirkens lebten, „damit am Ende etwas Gutes entsteht“. Es handele sich um Begegnungsorte für jedes Alter, egal, wo die Menschen herkommen, wie sie eingestellt sind und was sie denken. „Und wenn ich mir das hier so angucke, dann sehe ich, dass es ja schon ziemlich gut gelingt“, sparte die Ministerpräsidentin nicht mit Lob für die zahlreichen ehrenamtlich engagierten Helferinnen und Helfer. Sie blicke auf jüngere und ältere Menschen. Im Programmablauf hätten die Kriegsheimer Musiker Georg Bott und Stefan Hofmann ebenso ihren Auftritt, wie die Syrer Ali Takahji und Ahmad Roston. „Alle gehören dazu. Das ist genau der Punkt, nämlich dass hier alle einen Begegnungsort finden.“

Für Pfarrer Volker Hudel war es nicht nur eine Ehre, dass die Ministerpräsidentin und viele andere Gäste zur Einweihung des MGH gekommen waren, sondern es zeige auch, welche Bedeutung diesen Einrichtungen jetzt und in Zukunft zukomme. „Mit diesem Haus versuchen wir, Lücken zu schließen, die im Laufe des gesellschaftlichen Wandels in den althergebrachten familiären Netzwerken entstanden sind“, so Hudel. Wichtig sei ihm, „dass es uns als evangelischer Kirchengemeinde gelingt, dem Haus ein christliches Profil zu geben. Dazu gehört, dass es offen ist für alle Menschen.“ Unter großem Applaus würdigte der Pfarrer die Leistung der Koordinatorin Sabine Bayer, bei der alle Fäden zusammenliefen, und die mit beispiellosem Engagement dem Haus auf liebevolle Art ihren Stempel aufdrücken würde.

VG-Bürgermeister Ralph Bothe unterstrich, dass auch die Verbandsgemeinde stolz sei auf dieses Projekt, welches im ländlichen Raum in dieser Form durchaus noch eine Seltenheit sei. „Die Menschen werden älter und darauf müssen wir seitens der kommunalen Verwaltung, der Kirchen und vonseiten aller, die Verantwortung tragen, ein Stück weit reagieren, damit dieses längere Leben in den Dörfern eine entsprechende Qualität hat.“ Daher unterstütze die VG das MGH mit einem jährlichen Betrag von 35.000 Euro, welcher weit über den Vorgaben des „Bundesprogramms Mehrgenerationenhäuser“ liege. Bothe lobte insbesondere die Weitsicht von Pfarrer Volker Hudel. Er habe den Mut gehabt, sich zu einem sehr frühen Zeitpunkt in dem Förderprogramm des Bundes zu bewerben und somit „den ersten Stein ins Rollen gebracht.“

Auch Landrat Ernst-Walter Görisch schloss sich den Glückwünschen an und sprach angesichts des überfüllten Festzeltes von einer beeindruckenden Kulisse. Der Landkreis erkenne die Notwendigkeit derartiger Begegnungsstätten und habe das Projekt daher mit fast 70.000 Euro aus Mitteln des Betreuungsgeldes gefördert.

Das MGH Monsheim ist eine Einrichtung der evangelischen Kirchengemeinden Monsheim, Kriegsheim und Hohen-Sülzen. Am 01.01.2015 als evangelisches „Familienzentrum“ gestartet, ist die Einrichtung seit dem 01.01.2017 offiziell als „Mehrgenerationenhaus“ anerkannt und wird aus Bundesmitteln gefördert. Den Schwerpunkt der Arbeit bilden die „Gestaltung des demografischen Wandels“ und die „Integration von Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte“. Seit dem 22.11.2017 ist das MGH auch ein rheinland-pfälzisches „Haus der Familie“. Nähere Informationen zu aktuellen und ständigen Angeboten des MGH werden wöchentlich im Amtsblatt veröffentlicht.

 

Bild: Große Freude anlässlich der offiziellen Einweihung des MGH Monsheim bei Pfarrer Volker Hudel, Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Landtagsabgeordneter Kathrin Anklam-Trapp, Landrat Ernst-Walter Görisch, VG-Bürgermeister Ralph Bothe, Koordinatorin Sabine Bayer sowie allen Mitarbeiterinnen und den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

 

Foto: Steffen Heumann, Nibelungen Kurier

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.