Wachenheim erringt Goldmedaille im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft"


KAISERSLAUTERN / WACHENHEIM – Für eine kleine Dorfgemeinschaft, wie die 700 Einwohner der Zellertal Gemeinde Wachenheim, ist es heutzutage nicht einfach, sich auch für ein künftig lebenswertes heimisches Umfeld zu rüsten. Da ist auf vielen Ebenen Einsatz der Dorfgemeinschaft gefordert.  In  einer im schwindelerregenden Tempo sich entwickelnden globalisierten Welt, in der sich auch alle bislang bekannten gewachsenen sozialen Strukturen und Bindungen ändern, gilt es, sich zu behaupten, Heimat und menschliche Nähe zu bewahren.

Für die Wachenheimer haben sich die langjährigen Bemühungen, ihr Dorf der Zeit schrittweise anzupassen, es vorwärts zu bringen, gelohnt. Ihre bescheidenen Anfänge in der Dorfgestaltung – sie gehen bis in die 1970er Jahre zurück – wurden jetzt auf höchstem Landesniveau belohnt. Erst vor zwei Jahren auf Landesebene mit einer Geldzuwendung und einer Silbermedaille in der Sonderklasse geehrt,  konnten am Wochenende 50 froh gelaunte Wachenheimer, die mit einem Bus in die pfälzische Metropole Kaiserslautern gereist waren, in einer Feierstunde in der historischen Fruchthalle aus den Händen von Innenmister Roger Lewentz eine Goldmedaille als Landessieger entgegen nehmen.

Insgesamt wurden im Rahmen der Veranstzaltung in der „Sonderklasse“ vier Goldmedaillen, fünf Mal „silber“ und drei Bronzemedaillen vergeben. Im Jahr 2017 hatten sich 193 Gemeinden an dem Landeswettbewerb beteiligt.

Schon auf der kurzen Busfahrt nach Kaiserslautern herrschte aufgelockerte Stimmung. So wurde die Reisegruppe durch die Präsidentin des Fastnachtsvereins Annelie Lösch auf den Schlachtruf  „Wachrem – es lebe hoch“ eingeschworen. Die Wachenheimer wurden als letzte Gemeinde auf die Bühne gerufen. Ortsbürgermeister Dieter Heinz war dann in seinem Element. Locker ging er auf die gestellten Fragen von Minister Roger Lewentz und Moderator Holger Wienpahl ein, schilderte das zielstrebige Arbeiten zahlreicher Bürger in den verschiedenen Arbeitsgemeinschaften. „Nur, wenn viele sich einbringen kann sich eine Gemeinschaft entwickeln und wachsen“, sagte er. Man werde weiter am Dorfbild und der dörflichen Gemeinschaft arbeiten. „Schließlich wollen wir ja auch einmal zum Bundeswettbewerb nach Berlin fahren“. Die Wachenheimer traten zünftig mit Darstellungen ihres Ortswappens und ihrer Wappenvögel sowie in Begleitung von zwei Buttenträgerinnen auf, welche an die örtliche Weinbautradition erinnerten.

In einem kurzweiligen Begleitprogramm, das Moderator Holger Wienpahl vom Südwestrundfunk moderierte, sorgten „Die Wandermusikanten“ aus dem Kuseler Musikantenland mit ihren beiden  Auftritten für beste Stimmung. Die Tanzgruppe „Own Risk“ aus Bad Kreuznach stellte sich mit ausgereiftem HipHop und Streetdance in einer atemberaubenden Show vor. Sie waren immerhin schon einmal Europameister in dieser Disziplin. 

Innenmister Lewentz bekundete, selbst gern in einem Dorf zu leben, „das mir Heimat und viel menschliche Nähe gibt.“ Der Beigeordnete der Stadt Kaiserslautern Peter Kiefer dankte den ausgezeichneten Gemeinden für ihr Engagement in der „Champions League“ der Gemeinden, wie er es nannte.

Für einen angemessenen Ausklang dieses großen Tages in der Wachenheimer Ortsgeschichte sorgte Ortsbürgermeister Dieter Heinz, der die Mitgereisten und danach noch Hinzugekommenen zu einem Abendessen ins Bürgerhaus eingeladen hatte. Bürgermeister Ralph Bothe lobte das Engagement der Bürgerinnen und Bürger in Wachenheim: „Sie können stolz sein auf das Erreichte, aber auch auf Ihren Ortsbürgermeister, der als unermüdlicher Motor und Koordinator einen maßgeblichen Anteil an diesen Erfolg hat.“ In familiärer Runde war besonders Dennis Zimmermann, Dorfplaner der Verbandsgemeindeverwaltung, als Gesprächspartner gefragt, um schon die nächsten Schritte in der Entwicklung der Gemeinde Wachenheim zu besprechen.

 

Text: Wolf-Dieter Egli

Bild: Die große Delegation aus Wachenheim mit Ortsbürgermeister Dieter Heinz, VG-Bürgermeister Ralph Bothe und Landrat Ernst-Walter Görisch nimmt in der Fruchthalle in Kaiserslautern die Siegerurkunde aus der Hand von Innenminister Roger Lewentz entgegen.

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