VG Monsheim erhält 262.000 Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm KI 3.0


VG MONSHEIM – Im Zuge der Neuregelung des Finanzausgleichssystems hat die bisherige Bundesregierung auch den sogenannten Kommunalinvestitionsförderungsfonds um 3,5 Milliarden Euro aufgestockt. Dieses Geld soll über die Bundesländer auf die Kommunen verteilt werden und dort ausschließlich zur Verbesserung der Schulinfrastruktur verwendet werden. Rheinland-Pfalz erhält aus dem Fonds einen deutlich überproportionalen Anteil von 256,6 Mio. Euro, wovon wiederum 6,285 Mio. an den Landkreis Alzey-Worms weitergereicht werden.

In seiner letzten Sitzung hat der Kreistag Alzey-Worms einstimmig einem von der Verwaltung ausgearbeiteten Verteilungsschlüssel zugestimmt, wonach ausschließlich die Zahl der Schülerinnen und Schüler in den einzelnen Gebietskörperschaften als Maßstab herangezogen wird. Demnach entfallen auf die Verbandsgemeinde Monsheim mit aktuell 597 Schülern in drei Schulen 262.085 Euro.

Die Verbandsgemeinde hat nun bis Mitte Dezember Zeit, geeignete Maßnahmen zu benennen, welche jeweils ein Investitionsvolumen von mindestens 100.000 Euro umfassen müssen. Die Förderquote beträgt bis zu 90 %, sodass die Verbandsgemeinde noch einen Eigenanteil von mindestens 26.000 Euro beisteuern muss und somit insgesamt rund 300.000 Euro investiert werden können. Sobald die vorgeschlagenen Maßnahmen anerkannt und genehmigt sind, kann ab Frühjahr 2018 mit der Umsetzung begonnen werden. Die einzelnen Projekte müssen dabei bis spätestens Ende 2022 abgeschlossen und abgerechnet sein.

Zwar hat die Verbandsgemeinde Monsheim in den vergangenen Jahren sehr viel in die Schulen investiert, aber es gibt natürlich immer noch Maßnahmen, die bereits seit einiger Zeit auf ihre Umsetzung warten. Wie VG-Bürgermeister Ralph Bothe mitteilt, wird die Bauabteilung den Gremien der Verbandsgemeinde folgende Projekte vorschlagen, die aus dem Investitionsprogramm des Bundes finanziert werden können:

In Offstein steht die energetische Sanierung des Schulgebäudes an. Hier müsste die Fassade mit einem Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) versehen und farblich neu gestaltet werden. Außerdem wären die Fenster und das Dach zu erneuern, um erhebliche Energieeinsparungen zu erreichen.

An der Grundschule Monsheim ist nach der energetischen Sanierung und der Erneuerung des Pausenhofes noch der Zugang von der Kaiser-Wilhelm-Straße neu zu gestalten. Hier sollen die Glasbausteine aus der Fassade verschwinden und ein Windfang errichtet werden. Außerdem soll der Zugangsbereich neu gepflastert und mit einer Rampe versehen werden, um auch von dieser Seite einen barrierefreien Zugang zum Schulgebäude zu ermöglichen.

Schließlich steht in der Realschule plus in Flörsheim-Dalsheim noch die Generalsanierung des Verwaltungstraktes an. Im Lehrerzimmer, dem Sekretariat und dem Rektorzimmer müssten dringend die vorhandenen Holzdecken gegen Akustikdecken ausgetauscht, das Mobiliar erneuert und die Wände neu gestaltet werden. Außerdem sind Verbesserungen beim Brandschutz erforderlich. Allerdings wird hier die Mindest-Investitionssumme von 100.000 Euro voraussichtlich nicht erreicht, sodass die VG diese Maßnahmen aus eigenen Mitteln umsetzen wird.

Bürgermeister Bothe hat die Bauabteilung unterdessen beauftragt die Kosten der einzelnen Maßnahmen zu ermitteln, sodass der BAU-Ausschuss in seiner nächsten Sitzung im November einen Empfehlungsbeschluss fassen kann. Zuvor steht noch eine Begehung aller Schulen und die Erörterung der Maßnahmen mit den Schulleitungen an. „Die Bundesmittel, mit denen wir in dieser Höhe nicht gerechnet hatten, entlasten unseren Haushalt erheblich“, so Bothe, „denn alle genannten Maßnahmen hätten wir in den nächsten Jahren auch ohne den Zuschuss umsetzen müssen.“

 

Bild: Die energetische Sanierung der Grundschule Offstein wäre eine der Maßnahmen, die in der VG Monsheim mit Geldern aus dem Kommunalen Investitionsprogramm finanziert werden könnte.

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