Moderne Erweiterung der historischen Anhäuser Mühle


VG MONSHEIM – Nach rund einjähriger Bauzeit konnte jetzt der kleine Erweiterungsbau der Verbandsgemeindeverwaltung eingeweiht werden. Nach Plänen des Flörsheim-Dalsheimer Architekten Sebastian Stange wurde in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege im südwestlichen Bereich zwischen der ehemaligen Mühle und den Nebengebäuden zusätzliche Nutzfläche geschaffen. Entstanden sind ein zeitgemäßer Konferenzraum für bis zu 24 Sitzungsteilnehmer, ausgestattet mit moderner Präsentations- und Kommunikationstechnik, sowie zwei zusätzliche Büroräume.

Die Erweiterung war notwendig geworden, weil die Verbandsgemeinde in den vergangenen Jahren zahlreiche zusätzliche Aufgaben auf der Grundlage von Gesetzesänderungen übernehmen musste, oder zur Optimierung des Dienstleistungsangebotes freiwillig übernommen hat. So wurden neben der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südlicher Wonnegau mbH noch die Anstalt öffentlichen Rechts „Energieprojekte Monsheim“ und die Wohnungsbaugesellschaft „WIM“ gegründet. Zu den neuen Aufgaben der Verwaltung zählen u.a. die Unterhaltung der Straßenbeleuchtungseinrichtungen und der Windenergieanlagen, die Vermarktung kommunaler Bau- und Gewerbegrundstücke, die Entwicklung des Leerrohrnetzes für die DSL-Versorgung und zukünftig auch der Bau und die Verwaltung bezahlbarer Mietwohnungen und des Ärztehauses in Monsheim. Aber auch Bauanträge für den Neu- oder Umbau gemeindeeigener Gebäude oder Bebauungspläne sowie die Beratungsleistungen im Zuge der Dorferneuerung und der LEADER-Förderung, die in früheren Jahren durch Beauftragung von externen Ingenieurbüros „eingekauft“ wurden, werden inzwischen von Mitarbeitern der VG im eigenen Haus erbracht, wodurch erhebliche Kosten eingespart werden, aber eben zusätzlicher Raumbedarf entstanden ist.

Im neuen Konferenzraum, der sich mit seiner Glasfassade zum Park der Anhäuser Mühle und der Pfrimmaue hin öffnet, werden zukünftig die meisten Ausschusssitzungen sowie Schulungen und Besprechungen mit Planungsbüros oder anderen Behörden stattfinden. Im Gegenzug wird das Kreuzgewölbe dann überwiegend als Trauzimmer und für die Bewirtung während der Kulturveranstaltungen genutzt. Dadurch wird das bisher fast tägliche Umräumen des dortigen Mobiliars nicht mehr erforderlich sein. Als Sitzungsraum war das Kreuzgewölbe zuletzt ohnehin nur noch bedingt geeignet, weil es durch die Säulen im Raum kaum möglich war, Präsentationen auf einer Leinwand zu zeigen, wie es heute oft erforderlich ist.

Demgegenüber können im neuen Konferenzraum auf einem Multimedia-Display nicht nur Pläne, Karten und Fotos gezeigt und bearbeitet werden, sondern es ist auch jederzeit der Zugriff auf Daten der Verwaltung (z.B. Bebauungspläne), aktuelle Luftbilder und das Internet möglich. Dadurch kann die Arbeit in den Ausschüssen wesentlich verbessert und effizienter gestaltet werden.

VG-Bürgermeister Ralph Bothe ist aber insbesondere erleichtert, dass durch die neuen Büroräume die bisher teilweise beengten Raumverhältnisse in der Verwaltung der Vergangenheit angehören. Dadurch wird es auch im kommenden Sommer wieder möglich sein, einen Ausbildungsplatz anzubieten. Im Frühjahr 2018 soll es dann innerhalb der Verwaltung eine größere Umstrukturierung geben, mit dem Ziel, möglichst alle publikumsintensiven Abteilungen in das Erdgeschoss zu verlagern und das Einwohnermeldeamt barrierefrei zugänglich zu machen. Außerdem soll der Wartebereich neu gestaltet werden.

Mit rund 300.000 Euro lagen die Baukosten für den Verwaltungsanbau letztlich über der ursprünglichen Kostenberechnung. Ursachen hierfür waren insbesondere die schwierige Gründung des Gebäudes im Uferbereich der Pfrimm, die Umsetzung von Vorgaben des Denkmalschutzes und die Überwindung des Höhenunterschiedes zwischen den bestehenden Gebäudeteilen. Die Mehrkosten konnten jedoch durch Einsparungen bei anderen Maßnahmen aufgefangen werden, sodass die Verbandsgemeinde das Haushaltsjahr 2017 voraussichtlich wieder mit einem erheblichen Überschuss abschließen wird.

 

Bild: Im neuen Konferenzraum der VG-Verwaltung werden zukünftig die Sitzungen der Ausschüsse, Besprechungen und Schulungen stattfinden.

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